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Kampf gegen Motorräder

In Brasilien gibt es die Berufe des Motorrad-Taxifahrers (mototaxista), der auch nur Fracht befördern kann, dann wird das "Motorrad-Fracht" (motofrete) genannt.

Seit Ende Juli gibt es in Brasilien ein heftig umstrittenes neues Gesetz, das die Ausübung dieses Berufes an gewisse Voraussetzungen anknüpft, da Motorräder sehr häufig in Unfälle verwickelt sind. Mit dem Gesetz soll auch eine bessere Verkehrsausbildung für die Fahrer erzielt werden. Der zuständige Minister für Städte (ministro das Cidades), Márcio Fortes, sagte bei Inkraftsetzung des Gesetzes: "Wir können die Augen vor der Realität nicht verschliessen. Diese Tätigkeit benötigt schon längst eine Regulierung. Und Regulierung ist die beste Prävention".

Nach dem neuen Gesetz müssen die Motorrad-Taxifahrer mindestens 21 Jahre alt sein, er muss einen speziellen Ausbildungskurs und eine Prüfung bestanden haben. Auch muss er seit mindestens 2 Jahren im Besitz eines Motorradführerscheins sein. Der Transport von Gefahrengütern auf dem Motorrad wird eingeschränkt.

Dieses Gesetz steht am Ende einer unerfreulichen Entwicklung. Die Motorräder beherrschen inzwischen auch die brasilianischen Städte. Der Ingenieur und Soziologe Eduardo Alcântara Vasconcellos vertritt dazu die Meinung: "Wir importieren mit den Motorrädern das Schlimmste, was es bereits in Afrika und in den armen Teilen Asiens gibt und dies in einer populistischen und unverantwortlichen Weise."

Vor fünf Jahren hat die Weltgesundheitorganisation (WHO / OMS) ein weltweiten Alarm bezüglich der Risiken der starken Zunahme der Motorräder und Mopeds in den Entwicklungsländern abgegeben. Vasconcellos arbeitete als brasilianischer Repräsentant am entsprechenden Bericht mit. Das jetzt erlassene Gesetz sei eine Frucht dieses Berichtes.

Informationsquelle: Folha Online, Importamos o que existe de pior com relação às motos, diz técnico em trânsito, Lula sanciona lei que regulamenta profissões de mototaxista e motofrete no país

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