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Suizid in Frankreich

In Frankreich kommt auf 50 Todesfälle ein Suizid. 5,5% der Franzosen zwischen 15 und 85 Jahren behauptet, bereits einmal ein Suizid versucht zu haben. Nach einer Studie des “Bulletin épidémiologique hebdomadaire (BEH)” ist diese Tendenz seit 2000 weitgehend stabil. Es ist nur eine leichte Steigerung in den vergangenen Jahren festzustellen.

Frauen sind bei den Suizidversuchen in der Mehrzahl. 7,6% haben es schon versucht, während es bei den Männern nur 3,2%. Dafür sind die Männer dafür bei den tatsächlich erfolgten Selbsttötungen in der Mehrzahl. Sie benutzen auch die gewalttätigeren Mittel, um zum Erfolg zu kommen (Erhängen, Feuerwaffen u.ä.). Besonders gefährdet sind weibliche Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren und männliche Jugendliche von 20 bis 25 Jahren.

Im Jahr 2009 zählte man 10.464 Selbsttötungen in Frankreich. Die hauptsächlichen Gründe sind Depressionen, geistige Verwirrung und Alkoholismus. Eine wichtige Rolle spielen aber auch erlittene Gewaltakte, Isolation, Arbeitslosigkeit.

Wissenschaftler schlagen zur Prävention eine besser Ausbildung in den psychiatrischen Berufen vor. Wichtig halten sie auch eine Einschränkung des Verkaufs von Feuerwaffen. “Man schätzt, dass es in Frankreich 10 bis 20 Millionen Feuerwaffen gibt. Der Besitz einer Waffe verkürzt die Nachdenkphase, wenn jemand vorhat, seinem Leben ein Ende zu setzen”, erklärt ein Kenner der Materie.


Informationsquelle:
Un Français sur vingt a tenté de se suicider – Le Figaro

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