Direkt zum Hauptbereich

Homo-Ehe soll Schottlands Unabhängigkeit gefährden

Im Jahr 2009 hat eine Gruppe schottischer Homosexueller eine Petition an das schottische Parlament gerichtet, mit dem Anliegen, dass die Homo-Ehe in Schottland eingeführt wird. Die Petition wurde auch von der anglikanischen Kirche und der Kirche von Schottland unterstützt. Der Petitionsausschuss des schottischen Parlaments forderte die schottische Regierung danach auf, mitzuteilen, ob sie dem Antrag nachkommen und die Homo-Ehe einführen werde. Im September dieses Jahres kündigte die schottische Regierung eine Konsultation dazu an und erklärte, dass sie für die Einführung der Homo-Ehe auf ziviler Ebene sei. Die Antragsteller hatten auch die Einführung der Möglichkeit einer kirchlichen Heirat beantragt, wofür sich aber die schottische Regierung nicht zuständig sieht.

Gegen die Homo-Ehe in Schottland wurde jetzt eine Initiative gegründet, die sich “Scotland for Marriage” nennt. Herausragende Vertreter dieser Initiative sind der ehemalige Führer der SNP (schottische Nationalistenpartei) Gordon Wilson und der katholische Kardinal Keith O’Brien aus Glasgow. Wilson erklärt seinen Widerstand gegen die Homo-Ehe damit, dass damit die schottischen Wähler, die in Kürze in einem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands abstimmen sollen, durch eine kleine Minderheit mit speziellen Wünschen vor den Kopf gestoßen würden und dass damit die Entscheidung für die Unabhängigkeit gefährdet werden könnte. Wörtlich sagte er: “Die kleine grotesk geringe Minderheit, eine arrogante Lobby für Homosexuelle will als Brückenkopf eine andere Gleichheit aufbauen, unabhängig davon wie zerstörerisch dies für die Gesellschaft sein wird.” Und der Kardinal erklärte dazu: “Der Vorschlag (der Regierung) ist eine groteske Unterminierung eines allgemeinen Menschenrechts, und ich bin sicher, dass ich damit für viele Menschen in Schottland spreche, wenn ich das sage. Die Institution Heirat ist sicher im Laufe mehrerer Generationen beschädigt worden. Aber die Heirat existierte immer, um Männer und Frauen zusammen zu bringen, damit aus dieser Verbindung Kinder geboren werden, die eine Mutter und einen Vater haben. Wenn die schottische Regierung dieses universell anerkannte Menschenrecht zerstören will, dann wird sie das Vertrauen, das Menschen jeden Glaubens und auch Ungläubige auf sie gesetzt haben, zerstören und seine Intoleranz wird Schottland in den Augen der Welt beschämen.”

Starke Worte des Herrn Kardinals und des Vertreters der Konservativen Flügel der SNP. Ob wirklich ein Bürger oder Bürgerin wie von der Initiative gewünscht diese Frage mit der Unabhängigkeitsfrage verbindet?

Informationsquelle:
The Campaign for Human Rights at Glasgow Uni
Wikipedia (englisch) - Same-sex marriage in the United Kingdom

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

In Treue fest zum Atom

Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben".

María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist auch …

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…