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Die Szekler wollen eine Botschaft bei der EU in Brüssel eröffnen

Die Europaparlamentarier Csaba Sogor, Laszlo Tokes und Iuliu Winkler haben die Eröffnung eines Büros in Brüssel in Form einer diplomatischen Vertretung bei der EU für das Szeklerland (Ţinutului Secuiesc) bekanntgegen und damit für Unruhe in Rumänien gesorgt. Das Szeklerland wird mehrheitlich von Ungarn, den Szeklern, bewohnt. Die Region umfasst die rumänischen Landkreise Covasna, Harghita und Mureş.

Der Vizepräsident des rumänischen Senates, Cristian Diaconescu, hat erklärt, dass die Ankündigung ein Affront gegen die Demokratie in Rumänien, gegen Rumänien und das rumänische Volk sei. Es sei auch eine kostenlose und unnütze Provokation gegenüber der EU, die mit Sicherheit dazu verpflichtet sei, den von Parlamentariern geforderten Status zu verweigern.

Der Europarlamentarier und Mitglied der rumänischen Ungarn-Partei UDMR, Iuliu Winkler, sah sich daraufhin zu einer Klarstellung veranlasst. Die Vertretung des Szeklerlandes in Brüssel diene keinen nationalistischen Interessen, sondern solle im Interesse der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung eingerichtet werden. "So werden wir es machen, wir eröffnen eine Vertretung der drei Landkreise Covasna, Harghita und Mureş, die sich "Vertretung des Szeklerlandes in Brüssel" nennen wird. Nicht wir eröffnen die Vertretung, sondern sie (die Landkreise). Wir unterstützen lediglich die Präsidenten der Kreisräte bei dieser Aktion", erkärte Winkler. Er präzisierte weiterhin, dass die Vertretung 1 oder 2 Angestellte haben werde, die den Tourismus und die Investitionen in der Region fördern sollen. Zudem sollen sie den Landkreisen beim Zugang zu den europäischen Fonds helfen. "Das ist ein vollständig legitime Initiative, genauso wie es eine Vertretung Siebenbürgens, der Moldau oder auch Bukarests wäre", ergänzte Winkler und wies auf die verschiedenen deutschen Bundesländer hin, wie z.B. Bayern, aber auch polnische Regionen, die bereits Vertretungen in Brüssel eröffnet hätten.

Recht hat er, wenn er darauf hinweist, dass die regionale Entwicklung in Rumänien ein großes Problem ist. Dass nur 7% der Mittel europäischer Fonds in Anspruch genommen würden, sei vor allem der Ineffizienz der zu entwickelnden Regionen geschuldet.

Die Rumänen, vor allem südlich und östlich der Karpaten sind höchst empfindlich gegenüber den Bestrebungen zu mehr Eigenständigkeit anderer Landesteile.  Sie wittern aber noch mehr Unrat, wenn bekannt wird, dass das Büro der Szekler in einem Gebäude in Brüssel liegen wird, das sich "Haus der rumänischen Regionen" nennt. Man kann daraus schließen, dass Ungarn eine wichtige Rolle bei der Finanzierung des Büro's spielt und auf diesem Wege über die über die Minoritäten Einfluss auf die rumänische Politik nimmt.

Auf der anderen Seite hat auch der rumänische Präsident anerkannt, dass die starke Zentralisierung des Landes aufgelockert werden sollte.

Siehe auch:
Wenn aus Miercurea Ciuc Csikszereda wird
Alle Ungarn werden Brüder

Informationsquelle:
De ce Ţinutul Secuiesc are nevoie de reprezentanţă la Bruxelles? Vezi ce răspunde europarlamentarul Iuliu Winkler | Romania Libera

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