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Bis 2022 sieht die Energiewelt in Indien völlig anders aus

Indien setzt auf Erneuerbare Energien für die Zukunft seiner Energieversorgung. Bis 2022 sollen 170 GW der Energieversorung aus Erneuerbaren Energien kommen. Damit sollen Stromausfälle reduziert und ein Elektrizitätsnetz auch in ländlichen Regionen geschaffen werden. Das hat aber auch die Konsequenz, dass dem konventionellen, fossilen Energiesektor die Luft ausgehen wird. Die Nutzung der Kohle als Energieträger wird mehr und mehr unrentabel. Wenn Wind und Sonne richtig loslegen, wird das erheblichen Einfluss auf den Elektrizitätspreis haben und damit auf die Profite der Kohleindustrie.

Bei der Eröffnung eines Treffens für Investoren in den Bereich Erneuerbaren Energien diese Woche in Neu Delhi erklärte der indische Ministerpräsident Narendra Modi, dass Indien innerhalb der nächsten 10 Jahre seinen Anteil an der Nutzung der Erneuerbaren Energien auf 15% steigern werde. Dies werde dadurch erleichtert, dass die Kosten für Solarenergie erheblich gesunken seien und es billige Kredite für den Sektor gäbe. Des weiteren sprach Modi in seiner Eröffnungsrede seine Zuversicht aus, dass die Erneuerbaren Energien für Indiens Arme den Zugang zu Energie schaffen zu können.

Indiens derzeitige Kapazität der Energieerzeugung beläuft sich auf mehr als 250 GW, überwiegend durch Verfeuerung von Kohle. Wind trägt mit 22 GW und Sonnenergie nur mit 3 GW zur Elektrizitätsproduktion bei. Deswegen ist eine erheblich Steigerung der Stromproduktion – mehr als 100 GW sind geplant – durch die Solarenergie geplant. Die Konferenz für Investoren soll das Interesse an einer Ausweitung des Investitionen in den Erneuerbaren Energien-Sektor Indiens wecken.


Informationsquelle
Renewables to transform India's energy landscape in seven years

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