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Wo trotz “Pakt für das Leben” Mord und Totschlag Alltag ist

Deutschland hat etwa 80 Millionen Einwohner. 2014 gab es hier 555 Fälle von Mord und Totschlag. Der brasilianische Bundesstaat Pernambuco mit der Hauptstadt Recife hat knapp 9 Millionen Einwohner. In Pernambuco sind aber im vergangenen Jahr 3.434 Menschen durch Mord oder Totschlag ums Leben gekommen. Gegenüber 2014 hat sich die Situation verschlimmert, 2015 gab es 14% mehr Tote durch Gewaltdelikte.

Und das obwohl es seit einiger Zeit ein Programm namens “Pakt für das Leben” (Pacto pela Vida) gibt, das dieser Entwicklung Einhalt gebieten sollte. Der zuständige Landesminister führt das Ansteigen der Todesrate auf die Streiks der Zivilpolizisten zurück. Für dieses Jahr soll alles besser werden. Laut Minister sind die Ziele für die im Pakt vorgesehenen Sicherheitszonen neu definiert. “Wir müssen aus dem Haus gehen und dabei wissen, was wir tun sollen. So wird es uns gelingen unser Ziel, der Bevölkerung Sicherheit zu bieten, zu erreichen”, erklärt der Minister.

Der “Pakt für das Leben” wurde 2011 per Gesetz ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, den sozialen Frieden in der Bevölkerung zu fördern. Die Gewerkschaft der Polizei in Pernambuco erklärte allerdings Ende vergangenen Jahres, dass der Pakt gescheitert sei. Ihrer Ansicht nach werde zu sehr Presserummel gemacht und die Detailarbeit vernachlässigt. Es gebe keine Struktur der Zusammenarbeit bei den beteiligten Organisationen und keine Aufwertung der Polizei. Die Polizisten seien total demotiviert. Viele Polizeiposten würden geschlossen, weil Zivilpolizisten fehlten.

Informationsquelle
“O Pacto Pela Vida está falido”, critica presidente do Sinpol
Pernambuco teve 3.891 mortes em 2015 e SDS estuda novas estratégias

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Gestern hat die brasilianische Bundespolizei unter dem  Decknamen “Operation schwaches Fleisch” (Operação Carne Fraca) eine Razzia in mehreren Bundesstaaten gestartet. Ziele waren die Fleischfabriken von JBS (Friboi), BRF (Sadia/Perdigão) und Seara. JBS gehört zu den weltweit größten Lebensmittelkonzernen, BRF wird zu den 50 wertvollsten Unternehmen Brasiliens gezählt und Seara war einer der offiziellen Sponsoren der Fußball-WM 2014.

Nach Mitteilung der Bundespolizei haben lokale Aufsichtsbehörden des Ministeriums für Fischerei und Landwirtschaft die Unternehmen bevorteilt zu Lasten des öffentlichen Interesses. Die beschuldigten Beamten und Politiker hätten ihre Ämter genutzt, um gegen Bestechung falsch deklarierte Lebensmittel mittels der Herausgabe von Unbedenklichkeitszertifikaten zu ermöglichen, ohne dass die Qualität der Produkte tatsächlich überprüft wurde. Mit diesen gefälschten Zertifikaten verkauften laut Bundespolizei die genannten Unternehmen Fleisch, dessen G…

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Wer gerne wissen möchte, wie zur Zeit die Situation auf einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Siebenbürgen und dem südlichen Rumänien aussieht, dem sei der nachstehende Artikel in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien empfohlen:

Das Programm der Sozialdemokratischen Partei (PSD), die in Allianz mit ALDE die neue Regierung stellt, nachdem sie vom Parlament und Staatspräsident Klaus Johannis eingesetzt wurde, sieht die Gründung eines eigenstaatlichen Fonds für Investitionen und Entwicklung (Fondul Suveran de Investiţii şi Dezvoltare) in Höhe von zehn Milliarden Euro für d…

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Das war vielen Rumänen nun doch ein Stück zu dick. Die Straßenproteste, an denen sich Staatspräsident Johannis beteiligte, nehmen zu und es zeichnet sich ab, dass die Notverordnung nicht so einfach durchkommen wird. Inzwischen hat auch die EU aufgemerkt, denn Rumänien steht immer noch in einem Monitoring-Verfahren bezüglich des Kampfes gegen die Korruption. Die Demonstranten haben also …

WM 2014 im brasilianischen Hinterland: Der Spaß ist vorbei, der Ärger bleibt

Die FIFA WM 2014 ist Sportgeschichte. Was bleibt sind die Trümmer in finanzieller und tatsächlicher Art. Im Februar 2014 hatte ich einen Beitrag über den WM-Ort Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, geschrieben. Unter anderem habe ich dazu ausgeführt:
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