Mittwoch, 28. Oktober 2015

Ion Tiriac will mit dem Geld der Rumänen den Flüchtlingen helfen

Ion Tiriac, ehemaliger Tennisspieler und reicher rumänischer Geschäftsmann hat ein Herz für Flüchtlinge. Er hat einen Vorschlag an die Rumänen, der dahingehend lautet, dass Rumänien genügend Ressourcen habe, um Einwanderer aufzunehmen. Gegenüber dem Fernsehsender Realitatea TV erklärte er, dass die Flüchtlinge auch nach Rumänien kommen würden. Und das sei weder von Brüssel noch von Frau Merkel abhängig. Und dann macht er den etwas irritierenden Vorschlag unter dem Motto “Wir haben was, wir können das”, dass jeder Rumäne von seinem Durchschnittslohn 10% abgibt. Das würde reichen, um die ersten 500, 1.000 oder 100.000 Flüchtlinge, die in der ersten Welle kommen würden, aufzunehmen. Er verweist darauf, dass noch weitere Flüchtlingswellen kommen werden, die um das zehnfache größer wäre als die bisherige. Die Schuld an der Flüchtlingswelle gibt er den USA, die den Irak für den Terrorismus geöffnet hätten.

Und was sagt der einfache Rumäne zum Vorschlag des mehrfachen Millionärs? Journalist und Blogger Teodor Tiţă hat eine Idee:
“Herr Tiriac ist etwas, das mir nicht gefällt. Nicht jemand, sondern etwas. Eine Einheit, die gelegentlich säuerlich-edel in den Medien auftritt.
Ein vornehmer Herr, der sich nicht zu schade war, ein Haus vom Staat anzunehmen und dafür eine lächerliche Miete zu zahlen. Das hat mir so wenig gefallen, dass ich mir im Lauf der letzten Jahre vorgenommen habe, kein Produkt oder Dienstleistung seiner Unternehmen zu kaufen oder in Anspruch zu nehmen.
Klar, mit allen haben wir Probleme. Ich habe sie mit ihm. Ich versuche halt bei Leuten zu kaufen, die mir gefallen.
Jetzt habe ich einen ergänzenden Vorschlag. Ich schlage vor, wir erweitern Tiriac’s Vorschlag zu den Flüchtlingen folgendermaßen: Die Abgabe wird nach dem Vermögen festgesetzt. 1, 2, 5% etwa in diesem Bereich. Ich bin der Erste, der bereit ist mitzumachen. In der Tat hat mir Herr Tiriac ein paar Millionen voraus und sein Beitrag würde um ein vielfaches höher sein.
Im Gegenzug wäre ich bereit den Boykott seiner Marke aufzugeben.”

Im übrigen schreibt die Zeitung “Ziare.com”, dass Rumänien vor syrischen Flüchtlingen keine Angst zu haben brauche. Viele Syrer hätten in Rumänien studiert, seien dageblieben und hätten im Land investiert. Bei 642 Firmen gäbe es nach Stand 2014 eine hohe Beteiligung an syrischen Aktionären. Die meisten Syrer beschäftigen sich mit Handel (425 Firmen), in der verarbeitenden Industrie (55 Firmen) und mit Transport- und Logistik-Unternehmen (20 Firmen).

Rumänische Wirtschaftsfachleute begrüßen die Einwanderung aus Syrien und haben folgenden Vorschlag zu deren Integration:
“Warum sollten die Behörden statt sich zu ängstigen nicht mit der syrischen Community in Rumänien im Gespräch bleiben und gemeinsam eine Lösung bezüglich ihren Landsleuten suchen? Wie wäre es, wenn die Regierung den syrischen Geschäftsleuten Steuererleichterungen anbieten würde, damit diese ihren Landsleuten Arbeitsplätze anbieten? Wohlverstanden, wir sprechen über legale Geschäfte, für diejenigen, die wollen, dass man den Menschen einer Nation hilft, die vor dem Alptraum des Krieges fliehen.”


Informationsquelle
Am o idee pentru Ion Țiriac
Propunerea lui Ion Tiriac: Fiecare roman sa renunte la 50 de euro din salariu ca sa-i primim pe imigranti
Ne e teama de imigranti? Sirienii au afaceri de sute de milioane in Romania