Donnerstag, 17. Juni 2010

Rabiate Methode zur Behandlung hyperaktiver Kinder

Im Bundesdistrikt von Brasilien hat eine Lehrerin ein 10-jähriges Kind an den Stuhl gebunden und ihm den Mund mit Tesafilm zugeklebt. Eine Kollegin beobachtete diese Erziehungsmassnahme und alarmierte die Schulleitung, die wiederum die Mutter alarmierte. Die Mutter des Kindes rief die Polizei. Diese stellte fest, dass das Kind tatsächlich auf die vorgenannte Art behandelt wurde. Die Lehrerin wurde wegen Misshandlung und Nötigung festgenommen und verhört. Sie gibt an, dass sie das hyperaktive Kind auf diese Art ruhig gestellt habe, damit es den Unterricht nicht störe.

Brasilianische Studien gehen davon aus, dass 3 bis 5% der brasilianischen Kinder dieses Phänomen anzeigen. Es ist ein Zusammenhang zwischen Konzentrationsschwierigkeiten auf der einen Seite und Verhaltensstörungen oder aggressivem Verhalten auf der anderen Seite zu beobachten. Diesen Zusammenhang gibt es in Brasilien bei 47,8% der untersuchten Kinder. Hyperaktive Kinder sind oft auch depressiv oder leiden an Ängsten und Lernstörungen. Unter den Jugendlichen mit Konzentrationsstörungen gibt es eine höhere Tendez zum Dorgenkonsum, vor allem wenn sie erwachsen werden. Zwischen Verhaltensstörungen in der Kindheit und Drogenmissbrauch als Erwachsene wird ein Zusammenhang gesehen.

Informationsquelle: Jornal do Brasil, DF: professora é autuada por amarrar e tapar boca de criança und Piscosite, Transtornos de Défict de Atenção com Hiperatividade