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Autolawine sorgt in Recife für Dauerchaos

Recife, die Metropole des brasilianischen Nordostens erstickt im Verkehr. Nach einer Mitteilung der Verkehrsbehörde DETRAN sind inzwischen 500.000 motorisierte Fahrzeuge in Recife angemeldet. Das bedeutet, dass jeder dritter Bewohner der Stadt über einen motorisierten Untersatz verfügt. Das hat Folgen: Recife hat täglich seinen Dauerstau und droht am Verkehr zu ersticken.

Die Zeitung "Diario de Pernambuco" schreibt, dass der Verkehr sein Limit erreicht habe, auch wenn die täglichen Staus teilweise auch auf das Verhalten der Fahrer zurückzuführen sei. Die Stadt ist eine "Geisel des Autoverkehrs" titelt Diario de Pernambuco. Die Zeitung will jetzt in Zusammenarbeit mit der Bundesuniversität von Pernambuco (UFPE) eine Serie über die Probleme des Verkehrs in der Stadt veröffentlichen.

Auf den Hauptmagistralen der Stadt, die Recife von Nord nach Süd und umgekehrt queren, die Avenidas Agamenon Magalhães, Caxangá und Domingos Ferreira ist inzwischen die durchschnittliche Geschwindigketi auf 22 km/h gesunken. Auf einen anderen wichtigen Strasse können des öfteren die 3,3 km nur noch mit einem Schnitt von 8,7 km/h durchfahren werden. Das Doppelte der Geschwindigkeit eines Fussgängers.

Der Professor für Stadtverkehrsplanung Oswaldo Lima Neto skizziert den derzeitigen Zustand: "Unsere Fahrzeugflotte ist offensichtlich kleiner (wie in São Paulo), aber unser Strassennetz ist schlechter und zersplittert. Jeder Recifenser, der in das Stadtzentrum will merkt das. Die Situation verschlechtert sich noch und das nicht in einer linearen, sondern exponentiellen Entwicklung, mit einem Wachsen der Fahrzeugflotte, die über dem Wachstum der Bevölkerung liegt. Ausserdem besitzt São Paulo eine wesentlich besser ausgestattete Verkehrsbehörde, die auf eine solche schwierige Situation vorbereitet ist". São Paulo gilt gemeinhin als die Stadt mit der höchsten Fahrzeugdichte in Brasilien.

Informationsquelle: Diario de Pernambuco, A cidade refém dos automóveis

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