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Endet Brasiliens Ölrausch wie in Louisiana?

Petrobras, der brasilianische Energiemulti, halb staatlich, halb privat kümmert sich auch um das Öl, das im pré-sal, im Meer unter den Salzstöcken liegt. Nach Angaben von Petrobras handelt es sich um Öl von fossilem Urprung, für die Millionen Jahre für die Entstehung in unterirdischen Kavernen gebraucht wurden. In Brasilien liegen die grössten Reserven im Meer, in Tiefen, die nach eigenen Angaben von Petrobras so tief wie nirgendwo sonst bei der Ölforderung sind. Aber Petrobas schafft das: "Das Öl zu finden verlangte von Petrobras Wissen und Technologie, neben Kühnheit und Kreativität. Die existierenden Techniken zu analysieren, anzupassen, zu perfektionieren, um in einem nie dagewesenen Szenario zu arbeiten, hat uns zum Weltführer in diesem Sektor gemacht. Die tiefen Wasser zu besiegen brachte uns noch einmal eine Herausforderung: Öl aus dem Meer zu gewinnen und zu verarbeiten."

Petrobras sucht das Öl also noch unter den im Meer befindlichen Salzstöcken. Die Tiefen werden mit 2.000 bis 5.000 Metern angegeben. Gerade dieser Tage gibt es in Brasilien die Meldung, dass auf der Ölplattform 6-CRT-43-RJS, die 106 km vor der Küste Rio de Janeiros 1.027 Meter auf dem Meer über dem Grund steht, neue Ölvorkommen gefunden wurden. Das Vorkommen befindet sich in einer Tiefe 3.950 bis 4.275 Metern und ist vermutlich mit einem anderen bereits entdeckten Feld verbunden. Man vermutet, dass es sich um ein Vorkommen im Umfang von 360 Millionen Barrel handelt.

Die Expertin Claudia Kemfert zu den Tiefseebohrungen: "Man hat auf jeden Fall gesehen, dass die Tiefsee-Ölförderung nicht nur eine kapitalintensive, sondern auch eine riskante Technologie ist. Das bedeutet, dass die Sicherheitsvorkehrungen erhöht werden müssen. Die Technologie wird schon lange genutzt und ist beherrschbar. In Norwegen beispielsweise bohrt man seit Jahrzehnten so tief und hat entsprechende Sicherheitsvorkehrungen. Ich glaube aber trotzdem, dass das ein Warnschuss ist und wir verstehen müssen, dass wir vom Öl weg und Alternativen voranbringen müssen."

Hat Petrobras diese Warnung verinnerlicht? Im Interesse der Menschen kan man es nur hoffen. Schliesslich wird in Brasilien das Fell des Bären bereits verteilt. Der Umweltminister Brasiliens hatte bereits daran erinnert, dass man mit dem Geld aus den Öleinnahmen auch Reserven für eventuelle Katastrophen bilden sollte.

Siehe auch Blogbeitrag: Der Fluch des Öls - Olympiade 2016 in Gefahr?

Informationsquelle: Petrobras, Abril.com, Petrobrás descobre mais petróleo, Wikipedia Portugiesisch, Camada pré-sal

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