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Infeliz Navidad - Auch für das spanische Gemüt ist Weihnachten oft Gift

In der Regel machen viele Menschen 3 Kreuze, wenn Weihnachten vorbei ist. Es gibt da diesen Stress, den das Fest des Friedens zum Fest des Konsumzwangs, der Unruhe und der Dissonanzen werden lässt. Stress beim Einkaufen, Ärger in der Familie, mit der man eigentlich zusammen ein Fest des Friedens feiern möchte. Leider gelingt das nur Wenigen.

So geht es auch den Spaniern. Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung ist auf dem Weg zum Weihnachstfest unter Druck. Die vielen  Verpflichtungen, die mit dem Fest verbunden sind, sorgen für Stress- und Angstzustände sowie Zustände der Erschöpfung. Auch die oft sinnlosen Bemühungen um einen termingerechten optimalen Familienfrieden tragen zu einem Scheitern einer harmonischen Stimmung bei. Folge: Eine große Anzahl der Spanierinnen und Spanier beschäftigten sich an den Feiertagen mit Kopfweh, Schlaflosigkeit, generelle Ermüdungserscheinungen, Muskelschmerzen, Magenverstimmungen wegen der feiertäglichen Fressgelage. All dies sind Gründe, in Spanien an Weihnachten eher depressiv zu werden.

Die Spanier sind auch einem doppelten Konsumstress ausgesetzt. Eigentlich ist traditionnell der Tag der “Reyes” (Drei Könige) der Tag, an denen die Geschenke verteilt werden. Inzwischen hat sich aber auch das bisher vernachlässigte Weihnachten als Geschenktag durchgesetzt. Viele Eltern müssen jetzt den Spagat einer zweimaligen Bescherung innerhalb weniger Tage machen.

Eine spanische Psychologin gibt ihren gebeutelten Landsleuten deshalb folgende Ratschläge für ein stressfreies Weihnachtsfest:
Eine Möglichkeit den Ärger zu reduzieren, liegt zum Beispiel darin, den Kindern zu zeigen wie man das Bäumchen schmückt, den Tisch deckt oder die Geschenke einpackt. Diese Geschäfte zu sozialisieren ist ein wichtiger Teil der Festtage am Ende des Jahres, aber für viele Menschen, die an sozialen Angstzuständen leiden oder sich bei festlichen Treffen eingeschüchtert fühlen, sind sie eine Quelle des Stress. Die Ernährungswissenschaftlerin Danori Carbajal empfiehlt das Frühstück mit fettfreier Milch und Müesli zu beginnen, weil die eine gute Dosis an Energie vermitteln und die Milch mit ihren Derivaten beinhalte Stoffe, die Serotonin enthalten und das ist gut für die gehobene Stimmung. “Wenn man hungrig ist, ist man schlecht gelaunt.”

Mit solchen Oberflächlichkeiten geben sich manche nicht zufrieden. Die Organisation “Ecologistas en Acción” (EA) wirbt für ein anderes Weihnachten, das ökologischer und soldarischer ist.

Während des ganzen Jahres und speziell an den Weihnachtsfeiertagen stürzen die Bürger und Bürgerinnen auf die Straße, um einzukaufen. Aufgestachelt dazu werden sie von Werbekampagnen, die spätestens einen Monat vor den Feiertagen beginnen. Dieser Konsumwahn ohne Sinne folgt einem nicht nachhaltigen Muster, sowohl in Umwelt- als sozialer Hinsicht. Aus Umweltgesichtspunkten, denn wenn das Konsummodell der nördlichen Länder sich auf der ganzen Welt ausbreiten würden, bräcuhte man 3 Planeten (mit seinen Rohstoffen, Energiequellen..). Und im sozialen Bereich, weil nur 12% der Weltbevölkerung, die in Nordamerika und Westeuropa leben für 60% des Konsums verantwortlich sind, während die Völker im Südosten Asiens oder in Afrika südlich der Sahara nur 3,2% davon abbekommen.

Aus diesem Grund schlagen wir mehrere Alternativen vor, um diese Feiertage auf eine mehr nachhaltige Art zu feiern, ohne zu vergessen, dass die Hauptbotschaft unsere Umweltbewegung darauf abzielt, dass der Konsum erheblich reduziert und der Schädigung der Umwelt und der Gesellschaft Einhalt geboten werden muss.

Ja, vielleicht ist Konsumzurückhaltung der beste Weg, um die Tage in Frieden und Zufriedenheit verbringen zu können. Aber dann jammern wieder die Händler…….

Informationsquelle
Una Navidad más ecológica y solidaria

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