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Schwarze Frauen in Brasilien wollen gegen ihre rassistische Gesellschaft kämpfen

In Brasilien gedenkt man heute des Internationalen Tages der “Schwarzen, Afro-Lateinischen und Karibischen Frauen” und des “nationalen Tages der Schwarzen Frau” (Dia Nacional da Mulher Negra). Eine Journalistengruppe schwarzer Frauen schreibt auf der Webseite von “Brasil do Fato” dazu:

Heute feiern wir schwarzen Frauen den Internationalen Tag der Schwarzen Frau, der auch an ein Gedenken an Teresa de Benguela ist, die zu den nach Brasilien verschleppten schwarzen Sklaven gehörte und gegen die Sklaverei kämpfte.

Die schwarzen Frauen in Brasilien sind zahlreich und unterschiedlich. Wir sind Jugendliche, Abkommen von Sklaven, Quotenfrauen, Feministinnen, Christinnen, Lesben, militante Parteigängerinnen, Trans-Frauen, Anarchistinnen, Bisexuelle, Alte, Repräsentantinnen der traditionellen Völker afrikanischer Herkunft, Hausarbeiterinnen, Landlose, Marginalisierte, Einwanderinnen und Flüchtlinge, Landfrauen, Mütter, Selbständige….

Frauen, die obwohl die Verschiedenheit uns trennt, gemeinsam eine Überlebensklasse in der Gesellschaft bilden. Es ist nicht leicht Frau und schwarz in Brasilien zu sein, das wie auch in anderen lateinamerikanischen Ländern noch in einer Sklavenhalter- und Kolonialisten-Tradition lebt.

Heute liegen 49 Millionen schwarze brasilianische Frauen an der Spitze bei der Missachtung der Menschenrechte auf allen Gebieten: Gesundheit, Arbeit, Wohnen, Zugang zur Bildung usw…..

Unsere Kampf hat dieses erste Ziel: Die schwarzen Frauen wollen leben! Der Frauenmord in Brasilien hat eine Farbe; Es gab eine Zunahme von 54% bei der Ermordung schwarzer Frauen. Jede Stunde und 50 Minuten stirbt eine schwarze Frau. Wir haben aus verschiedenen im Rassismus und in der Armut liegenden Gründen Schwierigkeiten beim Zugang zu Schutzprogrammen gegen die Gewalt.

Daten über die Situation der schwarzen Frau in der brasilianischen Gesellschaft enthüllen die Dringlichkeit, dass eine Verbindung zwischen Geschlecht und Rasse in der öffentlichen Politik hergestellt werden muss. Schwarze Frauen haben eine dreimal größere Chance vergewaltigt zu werden als weiße Frauen, sind die größten Opfer der häuslichen Gewalt, sie leiden am meisten unter der Kriminalisierung der Abtreibung. Die symbolische Gewalt des Alltags, die von einer rassistischen Medienwelt genährt wird und die die Teilnahme der schwarzen, indigenen, lesbischen und transsexuellen Frauen in der Gesellschaft unsichtbar macht, sind wir ja ohnehin gewöhnt.

Die führenden Medien haben eine Nische für die Figur der schwarzen Frau reserviert und das ist ein symbolischer Platz, der nie der Wirklichkeit entspricht und weder herausgehoben noch machtvoll ist. Das betrifft sowohl die Themen, über die berichtet wird wie auch die Hautfarbe der Mehrheit der in den Medien beschäftigten.

Entsprechend den Daten des Nationalen Bundes der Journalisten (Fenaj) sind nur 23% der Journalisten männliche oder weibliche Journalisten, darüberhinaus gibt es keine Zusammenstellung wie viele als Journalisten arbeiten. Die Daten zeigen, dass die Mehrheit der brasilianischen Journalisten aus weißen Frauen, die ledig und bis zu 30 Jahre alt sind, besteht.

Die jungen Journalisten, die das geschrieben haben, wollen das ändern. Sie wollen den historischen Kampf der schwarzen Frauen gegen die Privilegien der Weißen, die der Struktur einer immer noch rassistischen brasilianischen Gesellschaft entspricht, aufnehmen. Und das tun sie in der Gewissheit, dass sie Erfolg haben werden.

Informationsquelle
Representatividade importa: Brasil de Fato lança especial

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