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Trick der Reichen und Mächtigen: Almosen für die Armen statt Steuern zahlen

Die “Panamapapers” über die versteckten Briefkästen im Steuerparadies Panama spülen so manches ans Tageslicht. In Spanien verfestigt sich immer mehr das Bild, dass die obersten Repräsentanten dieses Staates, das spanische Königshause, immer mehr jede moralische Berechtigung zur Vertretung des spanischen Volkes verlieren. Die Skandale um den ehemaligen König Juan Carlos, jetzt als Königsvater vom spanischen Staat alimentiert, dessen Familie Geld auf Schweizer Konten geparkt hatte, um die Tochter von Juan Carlos, Cristina, die zusammen mit ihrem Ehemann Urdangarin sich an den öffentlichen Geldern bereichert und Steuern hinterzogen hat, haben der Glaubwürdigkeit des Königshauses erheblichen Schaden zugefügt. Der Rücktritt von Juan Carlos war nur eine logische Folge, damit das ganze Kartenhaus einer Monarchie, die von einem faschistischen Diktator dem Land aufgepfropft wurde, nicht in sich zusammenbricht.

Nun kommt auch noch dazu, dass die Schwester von Juan Carlos und Tante des derzeitigen Königs, Pilar de Borbón, 40 Jahre Inhaberin einer Briefkastenfirma in Panama war. Die Firma und ihre Konten wurden 1969 eingerichtet, 1974 übernahm Pilar de Borbón die Präsidentschaft der Firma. 1974 war das Jahr, in dem der Diktator Franco schwer erkrankte und Juan Carlos in provisorischer Form als König die Leitung des Staates übernahm.  Die Gesellschaft wurde 5 Tage nach der Ernennung von Felipe zum König geschlossen. Verdammt sei, wer schlecht darüber denkt. Die spanische Webseite Eldiario.es schreibt:
Ein Konto in einem Steuerparadies zu haben ist an und für sich keine Straftat. Wohl ist es aber eine solche, wenn das Vermögen vor dem spanischen Fiskus in diesen Briefkastenfirmen vor den Augen der spanischen Öffentlichkeit versteckt wird. Die Medien, die den Skandal aufgedeckt haben, versichern, dass sie keine Antwort von der Tante des Königs über die Nutzung und Transparenz dieser Firmen erhalten haben.

Die Königstante schweigt weiterhin und gibt nur Erklärungen ab, in denen sie ihre Loyalität zu Spanien erklärt. Stattdessen brüstet sich Pilar de Borbón damit, dass sie Veranstaltungen von Wohltätigkeitsorganisationen unterstützt. Auch dazu noch ein Kommentar von “Eldiario.es”:
Die Loyalität gegenüber Spanien gibt man mit seiner Steuererklärung ab und nicht gegenüber einem König oder einer Flagge. Armut bekämpft man mit Steuern, um den Wohlfahrtsstaat zu sichern, nicht mit Mildtätigkeit. Es gibt keine heuchlerischere und sich zynisch patriotischer gebende Solidarität als die derjenigen, die sich ihrer Liebe zu Spanien oder den “Bedürftigen” rühmen, während sie ihr Geld in Panamá verstecken.

Das Königshaus genießt von der Verfassung garantiert Straffreiheit. Spanische Staatsanwälte tun alles, um Strafverfahren gegen Mitglieder des Königshauses abzuwürgen. Wie soll da Vertrauen zu dieser Institution entstehen?

Siehe auch
Ein Staatsanwalt, der ein Herz für eine gefallene Prinzessin hat
Informationsquelle
La tía del rey tuvo una sociedad opaca en Panamá al menos 40 años
Menos caridad y más pagar impuestos, doña Pilar

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