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Das göttliche Bodenpersonal und seine Kapriolen

Gott, das unbekannte Wesen, ist ein beliebtes Mittel, um seine Mitmenschen zu terrorisieren oder sie für bestimmte Interessen zu beeinflussen. Wehren kann er sich ja nicht, vermutlich weil er nicht existiert und nur eine menschengemachte Einbildung ist. Trotzdem ist manchmal erstaunlich, wie unverfroren einige seiner Diener unter Berufung auf IHN das Spiel ihrer Macht-Interessen treiben.

Besonders gut meinte es ein evangelikaler Pastor in Honduras. In Honduras stehen Präsidentschaftswahlen an. Aus diesem Anlass erschien Pastor Roy Santos Gott, weil er besonders intensiv gebetet hatte. “Ich sah einen Weg, am Ende ein Rot mit einem dunklen Schwarz. Herr, was bedeutet das, fragte ich ihn und er antwortete mir: Der Weg ist die Gelegenheit des Farbwechsels. Man kann ihn gehen mit dem Einverständnis und der Maßgabe, dass man korrekte Entscheidungen trifft”. Pastor Santos erklärt uns, dass es um das politische Schicksal von Honduras geht, 24 Stunden vor der Wahl und dass er Gott über die politische und soziale Situation von Honduras befragt habe. Gott sprach zu ihm, es sieht schlecht aus für Honduras, aber wenn der Pastor dem Land helfe, könne vielleicht der Kandidat der liberalen Partei – Gottesfürchtigkeit vorausgesetzt – die Wahlen gewinnen. Die Wahlchancen liegen eher bei Xiomara Castro, der Ehefrau des ehemaligen Präsidenten Manuel Zelaya, der durch einen Staatsstreich 2009 abgesetzt wurde. Die Evangelikalen haben in Honduras 2 Millionen Anhänger, etwa ein Viertel der Bevölkerung. Und warum hat nun Pastor Santos sich Gott zu Diensten gemacht: Ende August wurde ein Verfahren gegen ihn wegen sexueller Diskriminierung eingestellt, weil er erklärt hatte “in Namen Jesus bekämpfen wir alle Versuche unmoralischen und unfähigen Kandidaten Macht und Autorität zu verleihen. Wir wählen nicht für Homosexuelle und Lesben, die die von Gott vorgesehene Art des Lebens korrumpieren. Auf dass die Honduraner nicht für die Feinde Gottes stimmen”. Viel Vertrauen in seine Landsleute scheint Pastor Santos nicht zu haben, da musste ihm schon der Allermächtigste erscheinen und ihm die göttliche Autorität verleihen.

Da hat der Metropolit von Siebenbürgen ganz andere Sorgen. Für die Rumänen beginnt jetzt die Fastenzeit bis Weihnachten, an die sich kaum jemand hält. Auch den Würdenträgern der orthodoxen Kirche traut man nicht viel Disziplin in dieser Hinsicht zu. Metropolit Laurenţiu Streza treibt die Sorge, dass seine Schäfchen einen modernistischen Weg der Bekennung der Sünden gehen wollen und damit ein echtes theologisches Problem verursachen. So scheint sich die Sitte zu verbreiten im Internet im Rahmen einer Massenbeichte seine Sünden zu bekennen und davon auch noch losgesprochen zu werden. Der Metropolit berichtet, dass in der vorweihnachtlichen Weihnachtszeit viele Menschen beichten, aber nicht alle dafür in die Kirche kommen. Und das ist seine Meinung zur Internet-Beichte: “Die Kirche hat bereits vor dem Erscheinen des Internet Erfahrungen mit der Kollektiv-Beichte bemacht und hat diese gängige Praktiken wieder aufgegeben, weil die Auswirkungen eher negativ waren. Als Kind habe ich auch an einer solchen Kollektiv-Beichte genommen und was denkt ihr, was ich getan habe, als gefragt wurde, welche Sünden ich begangen habe? Die Tatsache, dass jemand spricht, öffentlich seine Sünden bekennt, beschmutzt auch andere, die entweder lesen oder nur zuhören”. Also wieder in die Kirche zur Beichte zum Popen, was anderes sollte ein anständiger rumänischer Christ nicht tun.

Dem Erzbischof von Granada in Spanien, Francisco Javier Martínez, wiederum liegt das Schicksal der Frauen sehr am Herzen. Er weiß auch, was dem Weibe gut tut, denn sein Erzbistum hat das Buch der Italienerin Costanza Miriano mit dem Titel “Heirate und unterwerfe dich” veröffentlicht. Das hat einen Sturm der Empörung in Spanien verursacht, dem der Erzbischof nur ein jammerndes Argument der “künstlichen Polemik” entgegenhalten kann. Er hätte doch damit auf keinen Fall Gewalt gegen Frauen befürwortet. Nein im Gegenteil, die Abtreibungsbefürworter seien schuldig, wenn gegen Frauen Gewalt ausgeübt werde. Martinez ist feuriger Abtreibungsgegner, Gegner der Verhütung und hat simple Rezepte für spanische Politiker. Nur im Glauben könne man zum Beispiel das Problem der Arbeitslosigkeit lösen. Spanien sei über-subventioniert ist seine Meinung, damit meint er aber nicht die katholische Kirche, die in Spanien eine der größten Subventionsempfänger ist. Er lässt sich auch gerne vom Geld der Witwen anziehen, weil er diese besonders empfänglich für Spenden an die Kirchen hält. Ansonsten fällt er damit auf, dass er das Geld seines Bistums großzügig in den Bau von Zentren für katholische Sekten steckt. Kurzum, die meisten Spanier sind ihm in herzlicher Abneigung zugetan. Ein Kirchenführer wie aus der Zeit gefallen.

Informationsquelle
Dios también decide en las elecciones de Honduras – El Pais
Mitropolitul Ardealului: Păcatele nu pot fi dezlegate pe Internet – Romania Libera
El arzobispo de Granada: "Me consta que 'Cásate y sé sumisa' está ayudando a muchas personas"

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"Ursachen für den Ausbruch des Krieges sind in den extremen sozialpolitischen und kulturellen Verwerfungen in der spanischen Gesellschaft sowie in regionalen Autonomiebestrebungen zu finden, etwa im Baskenland und in Katalonien", ist in Wikipedia zu lesen. Vor seinem Tod setzte Franco den König wieder als Staatsoberhaupt ein. Ein König der in den faschistischen Militärakademien ausgebildet wurde. Das Volk wurde zur Wiedereinführung der Monarchie nicht befragt. Spanien gab sich dann eine Verfassung, die im Rahmen der "Transition" keinen radikalen Schnitt mit der Vergangenheit machte. Die Generäle drohten im Hintergrund, jede ihnen nicht passende…

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Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

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