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Dilma Rouseff und ihr Fan Hugo Chávez

Dilma Rouseff ist die heisseste Anwärterin als Kandidatin der regierenden Partido dos Trabalhadores (PT; Arbeiterpartei) für die brasilianischen Präsdientschaftswahlen im Jahr 2010. Sie ist Chefin der Staatskanzlei (Casa Civil) des brasilianischen Präsidenten. In dieser Funktion ist sie eine enge Vertraute von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Ihr Vater ist ein naturalisierter Bulgare, deshalb ihr unbrasilianischer Name, der komplett auf Dilma Vana Rousseff Linhares lautet.

Sie ist 1947 geboren. Sie interessierte sich bereits früh für sozialistische Ideen und beteiligte sich nach dem Militärputsch von 1964 an von den Militärs verbotenen Aktionen. 1970 bis 1972 befand sie sich im Gefängnis, wo sie auch im Stile der damaligen Militärherrscher gefoltert wurde. Später begann sie ihre politische Karriere im Bundesstaat Rio Grande do Sul in der Hauptstadt Porto Alegre.

Für den Wahlkampf von Luiz Inácio Lula da Silva zeichnete sie sich zuerst durch Ausarbeitung eines nationalen Energie-Planes aus. Nach den Wahlen wurde sie zur Ministerin für Bergbau und Energie (Ministério de Minas e Energia) ernannt und wechselte 2005 nach dem Rücktritt ihres Vorgängers José Dirceu als Ministerin in die Leitung der einflussreichen Staatskanzlei des Präsidenten. Sie ist bekannt für ihr etwas schwieriges Temperament.

Sie selbst hält sich im Moment zur Möglichkeit einer Kandidatur noch bedeckt. Nicht so der Hans-Dampf-in-alle-Gassen aus Venezuela: Hugo Chávez. Am Rande des 2. amerikanischen Gipfeltreffen mit Südafrika, das an diesem Wochenende auf der venzolanischen Insel Margarita stattfand, gab er in Anwesenheit eines amüsierten Lula folgendes von sich: "Dilma wird die nächste Präsidentin Brasiliens. Ich weiss, dass sie mich der Einmischung beschuldigen werden..... Es ist mein Herzchen (coraçãozinho), das da spricht. Meine Kandidatin ist Dilma." Dann bedauerte er, dass das Mandat von Lula zu Ende gehe. Aber er werde in Dilma überleben. "Lula wird nicht gehen, er bleibt, wie auch Néstor Kirchner (Ex-Präsident Argentiniens) ging, aber doch nicht ging." Ein zarter Hinweis, dass Néstor Kirchner in seine Frau Christina Kirchner, der derzeitigen argentinischen Präsidentin politisch weiterlebt.

Kommentar von Josias de Souza, Blogger bei Fohla Online: "Dilma's Chancen bleiben laut den Umfragen stationär und sie braucht durchaus Unterstützung. Das Teuflische ist nur, dass die Unterstützung durch Chávez in den Augen der meisten Brasilianer eher Gift als Vitamin ist."

Informationsquellen: Blog Josias do Souza, 'Minha candidata é a Dilma', discursa Hugo Chávez; Wikipedia portugiesisch
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