Direkt zum Hauptbereich

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Ziel. Ich habe die neuesten Studien und Berichte herangezogen um 7 Gründe zu benennen, warum es schwierig ist als Einwanderer in Rumänien zu leben.
1. Der Einwanderer ist dem rumänischen Unternehmer ausgeliefert, ein Zustand der moderner Sklaverei gleicht.
2. Für Ausländer aus dem Mittleren Osten ist es so gut wie unmöglich, ein Bankkonto zu eröffnen.
3. Frauen, die einen Schleier tragen, werden in der Öffentlichkeit aggressiv belästigt.
4. Einwanderer riskieren im Unterrichtssystem benachteiligt zu werden.
5. Für Einwanderer ist sehr schwer eine Wohnung zu finden. Es kann ihnen leicht passieren, dass sie auf der Straße landen.
6. Ein abgeschlossenes Studium wird oft als nicht gleichwertig anerkannt und eine Berufsausübung ist nur möglich, wenn eine Spezialisierung in Rumänien erfolgt.
7. Viele Rumänen sind gegen Einwanderer. Nach eine Umfrage vom August 2015 waren nur 43% der Befragten dafür, dass in ihren Gemeinden Einwanderer aufgenommen werden sollten.

Es gibt eine rumänische Webseite, die sich “Imigranti in Romania” (Einwanderer in Rumänien) nennt. Sie beschäftigt sich mit der Diskriminierung, den Rechten und den Erzählungen von Einwanderern. Die Seite beschreibt ihr Projekt wie folgt:

Unser Projekt geht zum ersten Mal dem Phänomen der Diskriminierung von Ausländern in Rumänein auf den Grund. Nach 1989 sind zahlreiche Rumänen ins Ausland ausgewandert und Rumänien ist zu einem Staat geworden, der mehr Auswanderer “exportiert” hat als dass es zu einem Ziel für Ausländer wurde. So gibt es in diesem Jahr etwa 60.000 legale Einwanderer, die vor allem aus Moldawien, der Türkei, China und Syrien kommen. Die meisten Ausländer sehen Rumänien als ein Transitland auf dem Weg nach Westeuropa an. Aber es gibt auch einige, die hier leben und arbeiten. Unser Projekt möchte zur Förderung der Toleranz und Bekämpfung der Diskriminierungen von Ausländern durch Forschungen und Verbesserung der Antidiskrimierungspraktiken beitragen. Dies vor allem in den Bereichen: Wohnen, Gesundheit, Erziehung und Arbeit. Wir beschäftigen uns mit Veröffentlichungen über Diskriminierung, Gesetzgebung und wir diskutieren mit den Behörden und den Einwanderern.

Und wie sieht es nun mit den Flüchtlingen in Rumänien aus. Dazu “Imigranti in Romania”:

Rumänien sieht sich aus zwei wesentlichen Gründen keiner Flüchtlingswelle ausgesetzt: Es ist nicht genügend entwickelt, um als Ziel für die Flüchtlinge interessant zu sein und es befindet sich nicht in der Nähe der Transitstrecke in den Westen. Rumänien hat sich auf Grund des Drucks anderer Staaten entschlossen, ungefähr 2.000 Flüchtlinge aufzunehmen. Staatspräsident Klaus Iohannis hat am 7. September erklärt, dass Rumänien nicht mehr als 1.785 Flüchtlinge aufnehmen kann. In Rumänien gibt es nach Angaben der Behörden gegenwärtig 6 Aufnahmezentren für Flüchtlinge mit 1.500 Plätzen. Bis August wurden 833 Asylgesuche gestellt. Den Flüchtlingen wird nach den jüngsten Regierungsbeschlüssen Unterbringung und auf Antrag Bekleidung im Wert von 10 Lei pro Tag plus 6 Lei für sonstige Auslagen pro Tag  gewährt. Nachträglich erfolgte nach dem 9. September der Beschluss, das Rumänien 4.646 Flüchtlinge aus anderen europäischen Staaten aufnehmen wird. Zu diesen muss die Quote, die im Frühling in Höhe von 1.700 Personen festgelegt wurde, hinzu gezählt werden, so dass das Land insgesamt 6.300 Asylbewerber aufnehmen wird.


Informationsquelle
7 motive pentru care nu îți dorești să fii imigrant în România
PROIECT: Discriminarea Imigrantilor in Domeniul Drepturilor Civile – DIM

Beliebte Beiträge

In Treue fest zum Atom

Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben".

María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist auch …

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Rumänische Ex-Ministerin Udrea fleht um Asyl in Costa Rica

Elena Udrea, Ex-Ministerin unter dem ehemaligen Staatspräsidenten Basescu, wurde 2017 wegen Bestechung zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie gingen gegen dieses Urteil in Berufung, vor kurzem bestätigte aber das Berufungsgericht die Haftstrafe. Im Februar 2018 setzte sich Udrea in weiser Voraussicht nach Costa Rica ab. Die rumänische Polizei will sie jetzt mit einem europäischen Haftbefehl suchen und verhaften lassen.

Die costaricanischen Behörden haben bestätigt, dass Udrea im Februar einen Antrag auf Anerkennung als Flüchtling gestellt hat. Nach bisherigem Sachstand ist das Anerkennungsverfahren in Costa Rica immer noch anhängig. Costa Rica und Madagaskar sind die Sehnsuchtsorte rumänischer Flüchtlinge dieser Kategorie, denn mit diesen Ländern hat Rumänien kein Auslieferungsabkommen. Nach Madagaskar hat sich der ehemalige Oberbürgermeister von Konstanza geflüchtet.

Für viele Rumänen sieht das nach einem Luxusurlaub in exotischen Ländern aus. Udrea lamentiert allerdings …

Warum US-Amerikaner nur auf dem Papier reich sind

Blogger Umair Haque beschreibt in einem eindringlichen Blogbeitrag aus den USA die Einkommenssituation durchschnittlicher Amerikaner. Er geht davon aus, dass laut Statistik der durchschnittliche Amerikaner keine 500 US$ in einem Notfall zusammenkratzen kann. Ein Drittel der Amerikaner kann sich keine Lebensmittel, Unterkunft und Gesundheitversorgung leisten. Das jährliche mediane Einkommen in den USA beträgt 60.000 US$, davon muss in der Regel allein für die Gesundheitsversorgung durchschnittlich 28.000 US$ ausgegeben werden.
Davon ausgehend geht Umair Haque davon aus, dass die USA das erste "reiche und  trotzdem arme" Land ist. Er erläutert diese Folgerung so:
Ich meine nicht die absolute Armut. Die Amerikaner leben nicht von ein paar Dollar am Tag  im Vergleich zu Menschen zum Beispiel in Somalia oder Bangladesh. Das mediane Einkommen der Amerikaner ist immer noch das eines reichen Landes, ungefähr 50.000 US$, je nachdem wie man es berechnet. Ich meine auch nicht die relativ…

Klimawandel, dringender Aufruf zum Tätigwerden an der Küste von São Paulo

Dieser Tage haben die Verantwortlichen für den Umweltschutz im brasilianischen Bundesstaat São Paulo in einem Aufruf auf den dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf den Klimawandel hingewiesen. So wie bei uns wird auch in Brasilien der Klimawandel als eine Art Hobby von spezialisierten Wissenschaftlern betrachtet, die Politik verschließt weitgehend ihre Augen.

Die Zeitung Folha de São Paulo berichtet über den Aufruf der paulistaner Umweltschützer:

In einem Aufruf, der von Verantwortlichen für die Umwelt an der Küste von São Paulo unterzeichnet wurde, verlangen diese sofortiges Handeln zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Städte an der Küste. Sie malen ein "dunkles Szenario" über das Ansteigen des Meeresspiegels, der Tendenz zu einer starken Brandung und gravierender Erosion der Küstengebiete.

In dem Aufruf wird auch die Schaffung eines permanenten Forums verlangt, auf dem die Städte das Thema diskutieren und die Arbeit der noch schwach entwickelten Umweltbehörden …