Dienstag, 5. Februar 2013

Was machen, wenn streunende Hunde 3.000 Kinder im Jahr beißen?

Bukarest ist die Hauptstadt der streunenden Hunde, dort auch “maidanezii” genannt. Im vergangenen Jahr sollen 16.000 Personen, davon 3.000 Kinder von ihnen gebissen worden sein. In der Region gibt es auch Tollwut-Vorkommen, so dass jeder Biss einen hohen Gefährdungsgrad für die Betroffenen hat.

Das Problem gibt es schon seit Jahrzehnten und bisher hat man in Bukarest die Population der Straßenhunde nicht in den Griff bekommen. Es tobt ein heftiger Krieg zwischen den Befürwortern einer Dezimierung der Zahl der Straßenhunde und den Tierschützern. Hatte man zu Beginn ganz einfach darauf gesetzt, die Hunde in welcher Form auch immer zu töten, begann man auf heftigen Protest der Tierschützer mit einem Euthanasie-Programm, was die Tierschützer aber auch nicht zufriedenstellte. Sogar Brigitte Bardot schaltete sich ein und versuchte zusammen mit anderen ausländischen Organisationen mit finanziellen Zuschüssen die rumänischen Behörden zu einem Sterilisierungsprogramm zu überreden. Das funktionierte aber nur solange wie aus dem Ausland die nötigen Geldmittel kamen. Die Zahl der Straßenhunde wurde damit aber auch nicht verringert und das Gefährdungspotential für die Bevölkerung blieb.

Blogger Andrei Panţu hat sich in einem Beitrag des Themas angenommen. Für ihn sieht die Lösung so aus, dass man die Tiere in Tierheime bringt. Ein Euthanisie-Programm sorge nur für eine Radikalisierung unter den Tierschützern. Das Wegschließen der vielen Straßenhunde koste aber einen Haufen Geld für die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der Tiere. Geld, das die Stadt Bukarest nicht angibt zu haben. Andrei Panţu ist dagegen überzeugt, dass die Stadt dies finanzieren könnte, da sie ohnehin viel Geld für Sachen ausgibt, die nicht so wichtig sind. Die Gesundheit der Bevölkerung sollte da Vorrang haben.

Den militanten Tierschutz-Organisationen wirft er aber eine skandalöse Heuchelei vor. Sie würden fanatisch die Rechte der Straßenhunde, auf der Straße zu leben, Hunger und Kälte erleidend, aber nicht die Rechte der Menschen verteidigen, die von diesen Hunden gebissen und terrorisiert würden. Organisationen wie „Cuţu-Cuţu” seien mehr daran interessiert, an die Geldmittel zu bekommen, die sie nur so lange bekämen wie es Straßenhunde gebe. Letztere Organisation habe eine Kampagne losgetreten mit der Aussage, dass “die Hunde keine Juden seien, die nach Auschwitz gebracht werden müssten” (!) oder sie erklären, dass alles eine Schuld der Menschen sei. Wenn ein Mensch gebissen werde, dann sei der Mensch schuld.

Viele dieser Vorkämpfer setzten sich lauthals für die Freiheit der Hunde auf der Straße ein, aber kaum einer käme auf die Idee, die Hunde bei sich aufzunehmen und für sie zu sorgen. Tierliebhaber seien sie alle, solange sie nicht betroffen seien. Deshalb der Aufruf von Andrei Panţu an die Hundeschützer: “Wenn ihr die Hunde liebt, dann nehmt sie nach Hause und schickt sie nicht ins Tierheim. Lasst sie nicht auf der Straße, mit Hunger und frierend, damit sie keine Kinder beißen und nicht von Autos überfahren werden. Wenn es möglich ist, sollten wir gelegentlich an die Menschenrechte denken, noch mehr an die Rechte der Kinder und nicht nur an die Rechte der Tiere…”

Siehe auch
Brigitte Bardot schmeisst hin
Keine Euthanasie für Hunde!
Informationsquelle
Halucinant, cel puţin 3000 de copii muşcaţi de maidanezi pe an! Ipocrizia lui Oprescu. Banii se dau doar pentru pasaje scumpe…