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Brasilien macht Rassisten und Neonazis den Prozess

In Brasilien wurde vor kurzem dem Rassisten und Neonazi Marcelo Valle Silveira Mello, der vor allem in den Jahren 2006 bis 2010 seine Aktivitäten entfaltete, der Prozess gemacht. Er ist ein ehemaliger Student der Universität Brasilia, der zusammen mit Gesinnungsgenossen zur Gewalt gegen Frauen, Schwarze, Homosexuelle, Nordestinos und Juden und zum Missbrauch von Kindern aufhetzte. Dafür benutzten sie das Internet, wo die Rassisten eine Webseite unterhielten.

Den Rassisten war vor allem die Agentur Afropress ein Dorn im Auge, gegen die Silveira Mello zusammen mit seiner Neonazi-Gruppe eine Kampagne startete und versuchte deren Webseite im Internet zu attackieren. Afropress ist eine Nachrichtenagentur, die sich auf Nachrichten bezüglich der Interessen der brasilianischen Mehrheitsbevölkerung, den Schwarzen und den Mischlingen, spezialisiert hat. Nach Angaben des brasilianischen statistischen Amtes aus dem Jahre 2010 sind 50,7% der brasilianischen Bevölkerung Schwarze oder Mischlinge. Gegründet wurde die Agentur 2007 und sie sieht sich einem kritischen und parteiunabhängigen Journalismus verpflichtet. Afropress beschreibt sich folgendermaßen: “Die einzige Nachrichtenquelle in Brasilien, die spezialisiert ist nicht nur auf die schwarze Bevölkerung, sondern auch auf ein Brasilien, das in seinen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Beziehungen noch tief durch das perverse Erbe von fast 400 Jahren Sklaverei gekennzeichnet ist.”

Für seine Hetzerei wurde Marcelo Valle Silveira Mello jetzt zu 6 Jahren und 7 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Verurteilung erfolgte wegen Rassismus-Verbrechen auf der Grundlage eines Gesetzes, das den Namen des ehemaligen Abgeordneten Carlos Alberto Oliveira, Spitznahme “o Caó” trägt und auch “Anti-Rassismus-Gesetz” (Lei antirracista) genannt wird.

Siehe auch
Brasilien denkt heute schwarz
Rassismus in Brasilien: Warum sich für Farbige anstrengen?
Informationsquelle
Racista que atacou Afropress condenado a seis anos e sete meses de prisão – Afropress

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