Direkt zum Hauptbereich

Spanien hat 47,1 Millionen Einwohner und vergreist

Laut einer Studie der Europäischen Kommission hat Spanien beste Chancen bis 2050 das Land in Europa zu sein, dessen Bewohner den höchsten Altersdurchschnitt haben. 2050 werden auf 10 Berufstätige 6 Rentner kommen. Die Abhängigkeitsrate wird von heute 24,3% auf dann 58,7% steigen. Das würde bedeuten, dass die spanische Abhängigkeitsrate 20% über dem EU-Durchschnitt liegen würde.

Die Studie zeigt auf, dass die Wirtschaftskrise in Spanien dazu geführt hat, dass die Einwanderung, die 2008 und 2009 noch sehr hoch war, eingebrochen ist. Stattdessen wandern jetzt viele Ausländer wieder aus Spanien aus. Es handelt sich insbesondere um Rumänen, Marokkaner und Lateinamerikaner, die Spanien verlassen.

Die Europäische Kommission geht zwar davon aus, dass Spanien die Wirtschaftskrise wieder überwinden wird, dass es aber nicht mehr zu den Zuwachsraten vergangener Jahre kommen wird. Die derzeitige Geburtenrate in Spanien liegt bei 1,4 Kind pro Frau und liegt damit unterhalb des europäischen Durchschnitts von 1,6 und ist weit davon entfernt eine Geburtenrate von 2,1 zu erreichen, die nötig wäre, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. Auch bekommen die spanischen Frauen ihre Kinder mit 31,7 Jahren später als der europäische Durchschnitt (29,7 Jahre). Dafür haben die spanischen Frauen eine sehr hohe Lebenserwartung. Mit im Schnitt 84,9 Jahren liegen sie in Europa (82,4 Jahre) an der Spitze. Auch die Männer liegen mit 78,7 Jahren über dem europäischen Durchschnitt von 76,4 Jahren. Die Lebenserwartung soll in den nächsten Jahren noch steigen mit gravierenden Folgen für die Rentenversicherung. Muss Spanien heute noch 10,4% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Rentenzahlungen verwenden, werden es 2060 15,1% sein.

Heute sind auch die neuesten Zahlen des nationalen Statistikinstitutes INE bekannt gegeben worden. Danach hat Spanien zur Zeit 47,1 Millionen Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 0,3% mehr. Die Zahl der Ausländer beträgt 5,7 Millionen, davon kommen 2,4 Millionen aus der europäischen Union. Die Rumänen sind mit 864.278 Personen die größte Ausländergruppe vor den Marokkanern mit 769.920. Abgeschlagen folgen die Briten, Equadorianer, Kolumbianer und die Deutschen.

Informationsquelle:
La Vanguardia - España se convertirá en uno de los países más envejecidos de la UE
El Pais - La cifra de extranjeros empadronados apenas se mueve

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

In Treue fest zum Atom

Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben".

María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist auch …

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…