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Guamá kämpft mit Farbe gegen Kriminelle

In der Amazonas-Stadt Belém, im Stadtteil Guamá, sind die Bewohner dazu übergegangen aus Protest gegen die ständigen Überfälle von Kriminellen, ihre Häuser anzumalen und mit Spruchbändern zu versehen. Die Aktion soll die Behörden auf die Situation aufmerksam machen. Der Stadtteil leidet unter einer hohen Kriminalität. Es ist der bevölkerungsreichste und ärmste Stadtteil von Belém, in dem sich aber auch der Campus der Bundesuniversität von Pará (Universidade Federal do Pará) befindet.

Raimunda Saraiva, die Koordinatorin des Gemeinschaftszentrums (Centro Comunitário) des Viertels schildert die Lage: "Kein Mensch kann hier mehr mit einer Tasche, Schmuck oder einem Mobiltelefon durch die Strasse gehen. Auch ist es unmöglich Besucher zu bekommen, da ein fremdes Auto sofort von Dieben (ladrões) belagert wird. Es ist zu keinem Zeitpunkt möglich, sich vor das Haus zu setzen. Die Kriminellen überfallen sogar Kinder, die zu Bäckerei gehen, um Brot zu kaufen. Sogar das Gemeinschaftszentrum wurde schon überfallen. Nähmaschinen, Computer, Gasflaschen und andere Sachen haben sie mitgenommen."

Ein anderer Anwohner berichtet, dass die Überfälle vor allem am frühen Morgen, wenn die Leute zur Arbeit gehen und am Nachmittag gegen 15 Uhr stattfinden. Zwar gäbe es Polizeikontrollen, diese seien aber unzureichend.

Die meisten Häuser sind inzwischen vergittert. Ein Händler, der bereits mehrfach überfallen wurde, meint, das würde auch nichts helfen. "Sie tun so wie wenn sie etwas kaufen wollten und wenn sie vor dir stehen, halten sie dir den Revolver unter die Nase", berichtet er. Von der Farbaktion hält er nicht viel, weil die Kriminellen vermutlich dagegen Racheaktionen unternehmen würden.

Die Polizei weist auf ihre Kontrollgänge mit 2 Fahrzeugen und 3 Motorrädern hin. Es habe auch schon ein Treffen mit den Bewohnern gegeben, um die Sicherheitssituation zu verbessern.

Informationsquelle: Diario do Pará, Moradores pintam casas para pedir segurança
Foto: Wagner Meier

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