Freitag, 18. November 2016

Facebook bringt Faschisten zum Weinen

Es gab einmal eine sogenannte Fan-Page der brasilianischen Gruppe “Revoltados online”, die mit Hass und Gewaltdrohungen für ein Impeachment der damaligen Präsidentin Dilma Rousseff eintraten. Im Zusammenhang mit Protesten zu den Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr von São Paulo, die eigentlich von linken Gruppierungen initiiert wurden, bemächtigten sich immer mehr Neonazis, Faschisten und Anhänger einer Militärdiktatur der Proteste und funktionierten sie in Proteste gegen Rousseff um. Zum Hauptkampffeld entwickelte sich das soziale Netzwerk von Facebook.

“Revoltados Online” schien plötzlich über viel Geld zu verfügen. Angeblich finanzierte sie sich mit Artikel wie T-Shirts mit Aufschriften “fora Dilma” (Dilma raus), “100% anticomunismo” (100% antikommunistisch) und “família, Deus e Liberdade” (Familie, Gott und Freiheit” sowie einem Kit “impeachment”. Mit ihrer Propaganda erreichte sie in São Paulo auch gehobenere Gesellschaftskreise. Die Gruppe soll über 2 Millionen Mitglieder gehabt haben.

Der brasilianische “Blog da Cidadania” schreibt dazu folgendes:
Irgendwann gab es Anzeichen, dass die Finanzierung der Gruppierung über T-Shirt-Verkauf nur Fassade war. Politische Parteien und Hintermänner aus den Institutionen gaben nicht nur dieser Gruppierung Geld, sondern auch anderen Gruppierungen, die auf Facebook einen Militärputsch gegen Dilma Rousseff befürworteten.
Dann hat Facebook diese Gruppe mit der Begründung “unangemessenen Verhaltens” und damit Verstoß gegen die Verhaltensregeln geschlossen.
Diese Begründung ist ein Eupehmismus. Alle diese Gruppierungen vereinigten den Abschaum der Gesellschaft – übertüncht mit Geld, aber deswegen nicht weniger Abschaum. Es sind Faschisten, die mit jeder Art von Betrug und mit verwahrlosten Familien arbeiteten, aus denen auch diese Gruppe von Soziopathen entstand. Ein einziger Blick auf ihre Internet-Seiten reicht, um zu erkennen, dass sie Rassismus und jede Art von Verbrechen befürworteten. Auf diesen Seiten wurden Morddrohungen und Drohungen von Gewaltanwendung veröffentlicht. Diffamierung und Verleumdung sind die Regel.

Facebook hatte diese Gruppe geschlossen, weil diese vermutlich selbst das für Facebook verträgliche Maß an  Verleumdungen, Beleidigungen und Morddrohungen überschritten hatte.

Der Gründer der Gruppierung ging daraufhin tränenreich mit einem Video an die Öffentlichkeit. 10 Jahre Arbeit seien durch die Blockierung der Gruppe durch Facebook für die Katz. Facebook habe wie eine Diktatur gehandelt, gab er zum Besten. Mit seinem weinerlichen Auftritt wurde er allerdings zur Lachnummer in Brasilien.

Informationsquelle
Caixa-preta dos grupos golpistas do Facebook vai ser aberta
Dono da página “Revoltados Online” chora em vídeo após página ser apagada por ofensas