Montag, 8. Dezember 2014

Eine kleine Stadt im brasilianischen Hinterland und die Probleme der Umweltzerstörung

Triunfo ist eine kleine Stadt im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco, etwa 400 km westlich von der Hauptstadt Recife gelegen. Der Ort liegt auf 1.000 m Höhe und ist beliebt bei den Küstenbewohnern als Sommerfrische. Die Region gehört zur Halbwüste der Sertão und bildet darin eine grüne Insel. Die Einwohner Triunfos nennen ihr Städtchen auch “grüne Oase der Sertão ”. Fast zu idyllisch und trotzdem hat auch dieses kleinen Paradies seine menschengemachten Probleme. Ein Blogger aus Triunfo beschreibt die Situation nachstehend so:

Wenn einige Landsleute aus Triunfo zusammensitzen und die lokalen Probleme besprechen, die dringend gelöst werden müssten, dann geht es zumeist um den Schutz der Umwelt, eine Sache, die jetzt sehr in Mode gekommen ist. Dabei gelangen sie zumeist zur Ansicht, dass es im Gegensatz zu einigen scheinrepräsentativen Aktionen zum Erhalt der Grünflächen, dringend erforderlich wäre, der Verwüstung, die durch die neu angebauten Kaffee- und Zuckerrohrplantagen verursacht wurden und die fast den ganzen Obstanbau dezimiert haben, Einhalt zu gebieten.

Man erinnere sich daran, dass bis vor kurzem als die Entwaldung in den verschiedenen Landwirtschaftszonen begann, man diese Aktionen für eine normale Tatsache ansah und man sich der bedingungslosen Unterstützung der Regierenden versichern konnte, die nicht wagten, sich in die intensiven Rodungen geschlossener Wälder einzumischen, eine Rodung die zum Ziel hatte Kaffee und Zuckkerrohr anzubauen. Einige wenige warnten vor zukünftigen  Problemen, die dadurch geschaffen würden wie Treibhausgase, Verlust der Biodiversität, Erhöhung der Luftverschmutzung. Sie wurden ausgelacht, ohne dass man über ihre weitblickenden Ideen überhaupt diskutierte.

In der Zwischenzeit, mit dem Ablauf der Zeit, werden die schädlichen Konsequenzen im ganzen Territorium der “Oase der Sertão" in besorgniserregender Form sichtbar. Der unwiderlegbare Beweis liegt in der größten Dürre der letzten 3 Jahre, die den niedrigsten Stand in den Wasserreservoiren der Stadt und des Distrikts brachten. Hinzu kam als Konsequenz dieser Rodungen ein Absinken der Luftfeuchtigkeit und das trockenere Klima führt direkt zu weniger Regenfällen in der Region und brachte in ihrem Gefolge Probleme mit sich, die wir nicht so schnell vergessen werden.

Angesichts dieser grundlegenden Abhängigkeit von den Bäumen für unser Klima, kann man die Schlussfolgerung ziehen, dass die Verwüstung besser kontrolliert werden und man folgende Idee fördern muss: Die natürliche Vegetation ist zu wertvoll, um sie zu zerstören. Diese Initiative muss von privaten und öffentlichen Instititutionen unterstützt werden und dabei helfen, Bäume in eine wertvolle Quelle des Gewinns und der sozialen Entwicklung zu verwandeln. Gewinn, weil man dann die Möglichkeit hat, wie früher schon Früchte zu ernten und sie zu verkaufen und damit wieder Arbeitsplätze zu schaffen.

Umweltsünden machen sich überall bemerkbar. Brasilien beginnt langsam, aber sicher den sorglosen Umgang mit seiner Umwelt als Problem zu begreifen. Die Bürgerinnen und Bürger sind oft schon wesentlich weiter als die interessengetriebene Landwirtschaftsindustrie und in deren Gefolge die verantwortlichen Politiker.

Informationsquelle
OPINIÃO TRIUNFO: DEVEM MANTER PRESERVADAS NOSSAS ÁRVORES