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Miss Ronde

Die Pummelchen, die weiblichen Übergewichtigen, schlagen zurück. Zumindest in Frankreich. Den Psychotherapeuten Thierry Frezard haben die Leiden der "Rondes" (Runden) im Jahr 2005 derart betroffen gemacht, dass er sich entschieden hat, einen Schönheitswettbewerb für sie ins Leben zu rufen. Auslöser war seine Freundin Virginia, die darunter litt, nicht die Idealfigur zu haben. Da es dergleichen in Frankreich bisher nicht gab, hat er den Schönheitswettbewerk "Miss Ronde France" ins Leben gerufen. Bei der ersten Ausgabe des Wettbewerbs gab es 32 Kandidatinnen. Virginia wurde damals Dritte. Danach roch die Presse Lunte und der Wettbewerb wurde zum Gesprächsthema. Für 2011 meldeten sich Kandidatinnen aus ganz Frankreich. Inzwischen ist die Bezeichnung "Miss Ronde France" urheberrechtlich geschützt. Zuvor gab es Verwechslungen mit ähnlichen Veranstaltungen im kanadischen Québec.

Die Regeln: Die Kanidatinnen müssen die französische Staatsangehörigkeit besitzen und mehr als 6 kg über ihrer Größe (abzüglich 1 Meter) wiegen. Somit kann also eine Frau von 1,50 m Größe nur teilnehmen, wenn sie mindestens 56 kg wiegt.

Jessica Monnier stammt aus Hérimoncourt ist 1,80 groß und wiegt 110 kg. "Et alors?"- Was soll's? Sie ist stolz darauf, darum hat auch sie sich für den Wettbewerb beworben. Sie sagt, dass sie von klein auf rund war. Sie wurden von ihren Mitmenschen deswegen oft gehänselt und beschimpft. Heute ist sie 20 Jahre alt, hat prächtige Augen und immer noch ihre Rundungen, aber das stört sie nicht. "Ich nehme mich wie ich bin. Ich haben einen knackigen Hintern und will den nicht verlieren. Ich habe keinerlei Absichten das zu ändern", erklärt sie. Sie hat die Vorausscheidungen überstanden und wird die Region Franche-Comté am 10. Dezember in Calais beim Finale vertreten.

Informationsquelle: Webseite Miss Ronde France und Journal d'Alsace, Miss ronde « J’ai de bonnes fesses et je n’ai pas envie de les perdre »

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