Mittwoch, 31. März 2010

Brasilien Schlusslicht beim Leben im Dreck

Brasiliens Abwässer sind immer noch ein riesiges Problem. Zwar hat sich die Zahl der Personen, die in Wohnungen mit einer Abwasserversorgung leben in den letzten Jahren im ländlichen Bereich verdoppelt und in den Städten verfünffacht. Damit ist Brasilien aber noch weit davon entfernt von dem selbst gesteckten Ziel, bis zum Jahr 2015 die Anzahl der Personen ohne Abwasserversorung gegenüber 1990 zu halbieren.

Dies ergibt sich aus einem Bericht des Programms der Vereinten Nationen für Entwicklung (PNUD Brasil). Auf dem Land ist die Situation schlechter wie in manchen afrikanischen Staat wie z.B. dem Sudan. Hier hatten 2008 noch 76,9% der Bevölkerung noch keinen Zugang zur Abwasserkanalisation. Aber auch im städtischen Bereich hinkt Brasilien hinter Ländern wie Jamaika, Dominikanische Republik oder Palästina her.

Es gibt nicht nur ein starkes Gefälle zwischen Stadt und Land, sondern auch zwischen den verschiedenen brasilianischen Regionen. Am schlechtesten sieht es im Norden, Nordosten und zentralen Westen aus.

"Das Fehlen von Lösungen für die Müllentsorgung und der niedrige Grad der Aufbereitung der Abwässer der Personenhaushalte sind der Grund für die Verschmutzung der Wasserreserven Brasiliens. Dieses Problem ist besonders spürbar in den dichtbesiedelten Stadtregionen." Dies steht im gemeinsamen Bericht PUND und der brasilianischen Regierung. Brasilien muss deshalb noch grosse Anstrengungen unternehmen, um die von 191 Staaten der Vereinten Nationen bis 2015 beschlossenen Ziele der Lebensverbesserung zu erreichen.

Informationsquelle: PNUD Brasil, Em esgoto, Brasil rural é pior que Sudão