Montag, 2. Februar 2009

Lepra am Amazonas

In den letzten 5 Jahren ist die Zahl der Lepra-Fälle (hanseníase) im brasilianischen Bundesstaat Pará an der Amazonasmündung um ungefähr 30% gesunken. Die Krankheit ist aber weit davon entfernt besiegt zu werden, denn jährlich werden immer noch mehr wie 4.000 Personen infiziert und damit ist Pará der brasilianische Bundesstaat mit den meisten Erkrankungen dieser Art (letzte Datenerhebung datiert von 2007).

Die Ursache für die Erkrankung sucht man bei den Wanderarbeitern und Personen, die in ärmlichen Verhältnissen leben. Untersuchungen haben ergeben, dass die grössten Infektionsherde die Regionen der Goldsucher (garimpeiros), grosse Farmen oder Holzfäller-Regionen sind. Diese sind Anziehungspunkte für viele Wanderarbeiter aus den Staaten des brasilianischen Nordostens, hauptsächlich von Maranhão und Piauí

Laut brasilianischem Gesundheitsministerium ist es wichtig, diese Fälle zu diagnostizieren. Erkannte Fälle sind leicht zu behandeln und auch zu heilen. Die Lepra wird durch den Bazillus "Hansen" (mycobacterium leprae) übertragen. Die Übertragung erfolgt auf dem Luftwege. Ein oberflächlicher Kontakt führt aber selten zur Ansteckung, dafür ist ein intensiver, intimer Kontakt erforderlich. Die Krankheit greift die Haut, Augen und Nerven an.

Informationsquelle: Diário do Pará, Pará no topo do ranking da hanseníase