Direkt zum Hauptbereich

Ignoranter Trump unerwünscht in Schottland

Donald Trump, vermutlicher republikanischer Präsidentschaftskandidat in den USA hält sich an diesem Wochenende in Schottland auf. Er will seine neu aufgemöbelte Golf- und Hotelanlage in Turnberry wieder eröffnen und einen weitere ihm gehörende Golfanlage nördlich von Aberdeen besuchen. Vorab trompetete er seine Glückwünsche über den Brexit Großbritanniens in die Welt. Und das, obwohl er selbst zugibt, dass er keine Ahnung hat worum es geht.

Obwohl schottischer Herkunft, genießt Trump bei den Schotten kein Ansehen. Zu seiner Ankunft muss er mit geballten Protesten rechnen. Keir McKechnie, der Organisator der Protestbewegung “Stand Up to Trump” erklärt, warum gegen Trump protestiert wird: “Wir wollen, dass die ganze Welt weiß, dass er wegen seiner vergifteten, rassistischen Ansichten, seiner Islamophobie, seinem Hass gegen Frauen und Homosexuelle nicht in Schottland willkommen ist”.

Gerne demonstriert Trump, dass er keine Ahnung hat. So natürlich auch in Schottland. Kurz nach seiner Ankunft twitterte er: “Bin gerade in Schottland angekommen. Vor Ort drehen sie über die Wahl durch. Sie haben ihr Land zurückgeholt, genauso wie wir Amerika zurückholen werden. Keine Spiele!” Also Trump hat inzwischen kapiert, dass da ein Land per Referendum sein eigenes Land zurückgeholt hat. Da er aber in Schottland ankam, hat er wohl etwas missverstanden. Schottland hat sich nämlich mit großer Mehrheit für einen Verbleib in der EU ausgesprochen. Jetzt wird’s schwierig für Trump, denn für ihn ist Schottland = Großbritannien. Den feinen Unterschied hat er wohl nie gelernt und wird er wohl auch in seiner Selbstgefälligkeit nie lernen. Also gute Voraussetzungen dafür, amerikanischer Präsident zu werden.

Eine Schottin kommentiert die Trump’sche Twitter-Nachricht für eine amerikanisches Publikum wie folgt:
Schottland hat nicht dafür gestimmt, die EU zu verlassen. 62% der schottischen Wähler haben für einen Verbleib in der Europäischen Union gestimmt und in der Tat hat diese Tatsache Diskussionen über eine neues Referendum zur schottischen Unabhängigkeit ausgelöst. Ja, in der Tat, Schottland will so sehr in der EU bleiben, dass es bereit ist das Vereinigte Königreich zu verlassen (was Trump vermutlich als das Beispiel für “das zurückholen der Kontrolle” deutet).
Um es zusammenzufassen:
Schottland wollte die EU nicht verlassen,
Trump hat niemanden “durchdrehen” sehen,
Schottland war nie und wird nie einer Meinung mit Donald Trump sein und sollte nicht als ein Pfand im amerikanischen Wahlkampf genutzt werden.


Siehe auch
Steinreicher Trump sauer über Windräder an seinem Golfplatz
50 Familien gegen Trump und das Großkapital, ein ungleicher Kampf

Informationsquelle
Protesters are set to give Trump a boisterous welcome at Turnberry this morning
Donald Trump flies in for Scotland visit as protesters converge on Turnberry

Beliebte Beiträge

Ikonen küssen kann tödlich sein

In rumänisch-orthodoxen Kirchen sind die Heiligenbilder im Ikonenstil ein fester Bestandteil des Inventars und die Bilder von besonders wunderwirkenden Heiligen haben einen herausragenden Platz. Zu ihnen pilgern alle, die sich etwas von Ihnen erhoffen und als besondere Verbindung zwischen Gläubigen und dem/der Heiligen gilt der Kuss auf die Ikone. Viele Ikonen sind an bestimmten Stellen dadurch schon ziemlich in Mitleidenschafft gezogen.

Das Orthodox-Wiki erklärt den Brauch so:

Der Kuss
Der Kuss ist ein in der Orthodoxie tief verwurzelter Brauch. Wenn man in die Kirche geht, gibt es die Gewohnheit der orthodoxen Christen die Ikonen zu verehren oder zu küssen. Durch diese Handlung zeigt der Christ Liebe und Respekt für die Geschenke und Taten Gottes für den Menschen.

Genauso küsst der Gläubige die rechte Hand des Priesters bei bestimmten Gelegenheiten. Mit der rechten Hand gibt der Priester den Wilkommensgruß, der nicht von ihm kommt, sondern von Gott. Durch diesen Akt der Verehrung e…

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

Aus der Hölle für Schweine frisch auf den europäischen Tisch

"Die Misshandlung der Tiere ist weit verbreitet im Sektor der spanischen Schweinezucht. Die Tiere werden nicht als Lebewesen, sondern als Ware behandelt", schreibt die Journalistin Esther Vivas. In ihrem Meinungsbeitrag, den ich nachstehend übersetzt wiedergebe, schildert sie in der Zeitung "El Periódico" die Zustände in der spanischen Schweinezucht und -verarbeitung:

Wir leben in einem Land von Schweinen, das ist wörtlich zu verstehen. In Spanien werden jedes Jahr 46 Millionen dieser Tiere geopfert, eines pro Einwohner, die höchste Zahl in ganz Europa. Fleisch, das zum größten Teil für den Export bestimmt ist. Die Schweine wachsen und leben unter miserablen Bedingungen hier, zusammengepfercht auf wenig Raum, auf Gitterböden und umgeben von Fäkalien werden sie nie das Licht das Tages sehen. Danach werden sie geschlachtet und weg sind sie. Was lassen sie zurück? Ein Haufen Scheiße. 

Katalonien ist das Gebiet mit den meisten Schweinen in Spanien. Von den 4 Millionen …

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Der spanische Staat verteidigt den Zentralismus mit Händen und Füßen

"Barcelona en Comú" (spanisch: Barcelona en común) und für ganz Katalonien "Catalunya en Comú" ist eine Bürgerplattform, die in eine politische Partei umgewandelt wurde, um 2015 an den Kommunalwahlen in Barcelona teilnehmen zu können. Eine ihrer engagiertesten Aktivistinnen ist Ada Colau, frühere Sprecherin der Plattform für die Betroffenen von Hypotheken (Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH)). Sie wurde zur Oberbürgermeisterin von Barcelona gewählt. "Barcelona en Comú" ist ein Parteienbündnis, dem die Parteien "Iniciativa per Catalunya Verds", "Esquerra Unida i Alternativa", "Equo", "Procés Constituent" und "Podemos" angehören. Es handelt sich um Parteien aus dem linken und grünen Spektrum. Im Unabhängigkeitskonflikt Kataloniens mit der Zentralregierung nimmt dieses Parteienbündnis eine gemässigte Position sein. Es tritt nicht für die Unabhängigkeit ein, aber sehr wohl für eine erweiterte Autono…

Es reicht!

Vor kurzem wurde in Sao Paulo Ricardo Silva Nascimento, ein Müllsammler, schwarzer Hautfarbe, kaltblütig durch die Militärpolizei erschossen, mit einem Schuss in den Körper und zwei in den Kopf, nur weil er es wagte in einem Restaurant in einem Stadtviertel der Mittelklasse nach Essen zu betteln. Diesselbe Polizei, die ihn tötete, manipulierte vor aller Öffentlichkeit die Beweise am Tatort, transportierte illegalerweise den Körper ab und löschte auf den Mobiltelefonen von denen, die die Tat filmten, den Beweis des Verbrechens.

Bewohner des Viertels sollen dabei der Militärpolizei zugejubelt haben.

In Brasilien erlebt man zur Zeit einen Rückfall in die alte Tradition der Sklavengesellschaft und der Unterdrückung einer Bevölkerung, die ausgebeutet wird und in tiefer Armut lebt. In der Zeit der Präsidentschaft von Lula da Silva gab es eine Politik für die Armen, ein Programm, das sich "Zero fome" (Kein Hunger) nannte und mit dem man den beschämenden Zustand eines reichen Lande…