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Rumänien wird per Gesetz regional

Rumänien verfügt inzwischen über Supermärkte, die denen in der westeuropäischen Konsumwelt nicht nachstehen. In der Regel sind sie deutscher, österreichischer oder französischer Provenienz. Das entsprechende Warenangebot stammt dann auch eher aus dem Angebot transeuropäischer Nahrungsmittel- und Agrarkonzerne als von regionalen Erzeugern. Gegen die Marketing- und PR-Experten dieser mächtigen Konzerne können lokale Anbieter nicht viel ausrichten, vor allem wenn ihnen noch der Ruch der Mangelwirtschaft vergangener Zeiten anhaftet.
 
Das soll jetzt anders werden. Abgeordnete der Landwirtschaftskommission des Parlaments haben jetzt eine gesetzliche Regelung vorgeschlagen, nach der in großen Supermärkten in Zukunft Verkaufsflächen für “traditionelle rumänische Lebensmittel” reserviert werden sollen. Genaugenommen sollen bei Supermärkten mit einer Verkaufsfläche von mehr als 2.500 qm die Hälfte der Flächen mit Gemüse, Fleisch und Früchte aus regionaler Produkten bestückt werden. Zuwiderhandlungen sollen mit bis zu 5.000 Lei bestraft werden.
 
Traditionelle rumänischen Produkte, das sind vor allem Fleisch und Käse. Zum Beispiel geräucherte Würste, Schinken, Schafskäse in allen Varianten, Kartoffelbrot, Kohlrouladen (Sarmale), Borschtsch-Suppe und nicht zu vergessen: Der Nationalschnaps Țuica (Pflaumenschnaps). Aber Rumänien ist auch ein Agrarland mit einem reichhaltigen Gemüse- und Obstangebot im Sommer. Verkauft werden diese Produkte vor allem auf den offenen Märkten, aber vermutlich heißt es demnächst “auch erhältlich in ihrem Supermarkt”.
 
 
Informationsquelle
Hypermarketurile ar putea fi obligate să vândă și produse tradiționale românești

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