Direkt zum Hauptbereich

Der französische Staat ignoriert die Hundeverrücktheit seines Volkes

Die Franzosen sind hundeverrückt. Darin haben sie viele Gemeinsamkeiten mit uns Deutschen. Manche Paare verzichten bewusst auf Kinder und legen sich lieber einen Hund zu. Hier die Meinung eines französischen Paares: “Der Vorteil (von Hunden) ist, dass sie immer glücklich sind, Dich zu sehen. Wenn sie Dummheiten machen und man sie anschreit, dann sind sie nicht wütend. Sie schlagen nicht die Türe zu und machen keine Szene”. Nach Ansicht eines Erziehungswissenschaftler ist der Hund seit einigen Jahren vom nützlichen Objekt zum Subjekt geworden.

Leider nimmt der französische Staat auf diese Hundeliebe keine Rücksicht. Die Anwesenheit von so vielen Hunden im Staatsgebiet wird ignoriert. In den Städten gibt es keine Auslaufmöglichkeiten für die Hunde. In den meisten Parks ist ihr Zutritt nicht erlaubt, auch nicht an der Leine. Sie haben meist nur den Asphalt, um ihr Geschäft zu erledigen. Kein Wunder, dass deshalb die Hundepopulation stagniert, die Zahl der französischen “Köter” liegt bei 7,2 Millionen Exemplaren. Nach einer alle zwei Jahre durchgeführten Hundezählung ist ihre Zahl zuletzt sogar gesunken. Die Franzosen verlegen sich dafür mehr auf Katzen. Davon soll es 12,6 Millionen geben. An der Spitze stehen allerdings die Goldfische. Sie sind mit 34,2 Millionen Exemplaren in französischen Haushalten vertreten.

Die Zeitschrift “Marianne” hat folgende Erkenntnisse, warum es diesen Rückgang bei der französischen Hundepopulation gibt:
Für einen Teil der Halter sind die Einschränkungen zu belastend. Für ihre Begleiter, die vom öffentlichen Raum ausgeschlossen werden und für sie selbst, die beim kleinsten Ausrutscher auf dem Bürgersteig beschimpft werden. Zu dreckig, zu lärmig, zu unvorhersehbar mit den Kindern … hat der Hund an Popularität das verloren, was er an Zuwendung innerhalb der Haushalte gewonnen hat. Die Verbundenheit mit dem Menschen habe eine erstaunliche Intensität erreicht, meint der Wissenschaftler Philippe Hofmann.

In den großen Stadtzentren, wo es viel Anonymität gibt, bilden die Hunde nach Ansicht des Hochschullehrers Christophe Blanchard eine soziale Stütze. Er erlaube es den Menschen der Unsichtbarkeit zu entkommen. 38% der Franzosen sind nach einer Umfrage überzeugt, dass die Einsamkeit in der Gesellschaft ein großes Problem ist und 76% meinen, dass sich dieses Problem noch verschärfen wird. 2001 meinten 76% der Franzosen, dass Hunde “eins der strukturell stärksten Bande in unserer Gesellschaft” seien.

Dieses Phänomen sorgt dafür, dass die Vermenschlichung des Hundes in Frankreich stark voranschreitet. Die Vierbeiner werden immer mehr vergöttert, teure Accessoires werden für sie gekauft und eigene Kurse für ihre kulturelle Weiterbildung (z.B. Tanzkurse für Hunde) gebucht.

Informationsquelle
Pourquoi les Français sont-ils fous de leurs chiens ?

Beliebte Beiträge

Großbritannien, das zerstrittene Königreich, auf den Spuren Griechenlands

Das Vereinigte Königreich (UK) verlässt die EU. Nach dem Brexit-Referendum hatten die regierenden Konservativen  um Premierministerin May entdeckt, wie toll ein solcher Abschied vom europäischen Kontinent ausgehen könnte. Ungeahnte Möglichkeiten würden dem Land in der weiten Welt winken, die nur darauf warte, mit den Briten ins Geschäft zu kommen. Realistischerweise hat Premierministerin May schon einmal erklärt,  dass das nur funktioniere, wenn das Land zu einer Steueroase à la Panama umgebaut werde.

Die EU schien in dieser Zukunftphantasie keine Rolle zu spielen,  obwohl sie doch der größte Handelspartner des Landes ist. In einem Anflug von völliger Betriebsblindheit setzte May noch Neuwahlen an, weil man ihr eine überwältigende absolute Mehrheit prognostizierte. Das ging dann gründlich schief und jetzt steht Großbritannien ratlos vor einem Scherbenhaufen. Plötzlich kommen auch Bedenken auf, ob ein knallharter völliger Abschied von der EU tatsächlich für Großbritannien positiv sein…

Wale an Menschen: Lasst uns in Ruhe!

Vor allem an der französischen Mittelmeerküste hat der Kommerz ein neues Vermarktungspotential entdeckt. Mit Delfinen oder Walen schwimmen. Das läuft so ab: Ein Flugzeug sucht im Tieflug die Tiere und danach werden entsprechende Interessenten an den Ort gebracht, um mit den Tieren schwimmen zu können. Hört sich schrecklich tierlieb an, ist aber nur wieder einmal eine der schrecklichen Geschmacksverirrungen, zu denen der Mensch in der Lage ist.
Die französische Umweltorganisation "France Nature Environment " beschreibt die Folgen:
Die Meeressäugetiere, insbesondere die Wale, sind es nicht gewöhnt in der Nähe von Menschen zu sein.  Die Tatsache, direkt mit der Anwesenheit des Menschen konfrontiert zu werden führt zu einer nicht widerrufbaren Änderung im Verhalten der Tiere. Die Delfine und Wale werden durch die Anwesenheit von Menschen verwirrt und gestresst.  Wenn Sie mit dem Flugzeug verfolgt werden,  erschöpfen sie sich. Sie werden von ihren normalen Aktivitäten abgehalten …

"Die Faschisten von Soros wollten mich lynchen"

Gabriela Firea ist Oberbürgermeisterin von Bukarest. Sie ist 43 Jahre alt und von Beruf Journalistin. 2012 wechselte sie in die Politik und wurde für die Partidul Social Democrat (PSD) in den rumänischen Senat gewählt. Im Juni 2016 wurde sie zur Oberbürgermeisterin von Bukarest gewählt. Inzwischen hat sie einen sehr hohen Beliebtheitsgrad in Rumänien und nach einer neueren Umfrage würden sie bei Präsidentschaftswahlen meht Stimmen bekommen als der derzeitige Amtsinhaber Iohannis.

Etwas rätselhaft ist diese Intention der Bevölkerung, denn in Bukarest ist Frau Firea nicht unbedingt beliebt. Sie hat bei den Wahlen viel versprochen und bisher wenig gehalten. Ein empörter Bukarester Bürger beschreibt die bisherige Erfolgbilanz von Frau Firea so: "Sie hat bisher nichts getan. Sie soll zurücktreten. Es gibt keine Parkplätze, der öffentliche Nachverkehr ist genauso schlecht wie bisher. Sie hat nichts von dem gehalten, was sie versprochen hat wie zum Beispiel Klimaanlagen in den öffentlic…

Für was sich ein brasilianischer Präsident nicht alles hergibt

Am Montag hat der Generalstaatsanwalt der Republik, Rodrigo Janot, Anklage gegen den derzeitigen brasilianischen Präsidenten Michel Temer erhoben. Temer soll vom Schlachthof-Industriellen Joesley Batista, Besitzer des weltweit größten Fleisch-Verpackungskonzerns JBS, über den ehmaligen Abgeordneten und Sonderberater im Präsidentenbüro Rodrigo Rocha Loures 500.000 R$ verlangt und erhalten haben. Die Beweislage dazu ist laut Angaben des Generalstaatsanwalt erdrückend. "Es muss festgestellt werden, dass die von den Angeklagten rechtswidrigen Handlungen schwerwiegend sind. Die Untersuchungsberichte bezeugen, dass die Beschuldigten mit absoluter Verachtung und Respektlosigkeit gegenüber ihrer Funktion als Präsident der Republik und als Bundesabgeordneter, Funktionen, die Michel Temer und Rodrio Loures ausüben, handelten. Damit haben sie der öffentlichen Sache  und den republikanischen Werten geschadet", erklärte Janot.


Ein Präsident, der wegen Korruption angeklagt wird, ist noch…

So soll Großbritannien vom Joch der EU-Gesetzgebung befreit werden

Die britische Premierministerin Theresa legte vor kurzem dem Parlament das "Great Repeal Bill"  zur Abstimmung vor. Dabei handelt es sich um ein Gesetz, mit dem das EU-Recht im Vereinigten Königreich für ungültig erklärt werden soll. Offiziell nennt sich das Gesetz "European Union (Withdrawal) Bill", also EU-Rücknahme-Gesetz.


Mit dem Gesetz sollen die rechtlichten Wirkungen des Vertrages von 1972 über den Beitritt des UK zu EU aufgehoben werden. Damit würde wieder nur das Recht des Vereinigten Königreichs gelten und die Rechtssprechungsbefugnis des Europäischen Gerichtshofs für Großbritannien beendet. Dazu soll die bisherige in EU-Gesetzgebung in nationales Recht überführt werden, so dass am Tag des erfolgten Austritts aus der EU kein Chaos entsteht.

Alle EU-Regeln sollen in nationales Recht übernommen werden. Anschließend kann das Parlament diese Regeln "ändern, ergänzen oder verbessern". Damit soll die Geschäftswelt und Bürger und Bürgerinnen beruhigt …

Polizei auf Bettler-Jagd in Timisoara

Der OB von Timisoara / Temesvar, der Hauptstadt des rummänischen Banats, hat der eigenen Lokalpolizei vorgeworfen, dass Bettlerproblem in der Stadt nicht ausreichend zu bekämpfen. Das Zentrum der Stadt sei inzwischen beliebtes Ziel von Bettlern. Tags darauf haben die Gescholtenen beschlossen in Zivil auf Bettler-Jagd zu gehen.

Die Webseite deBANAT.ro berichtet über die Arbeit der Lokalpolizei:

Die Polizisten haben sich nach der Schelte sofort an die Arbeit gemacht und eine Razzia im  öffentlichen Nahverkehr vorgenommen. "Die Aktion erfolgte auf der Strecke Badea Richtung Nordbahnhof. Es wurden auch Strafen für die Tatsache des Alkoholkonsums, Bettlerei, Müllverursachung und anderes erlassen. Bereits im vergangenen Monat haben die Aktionen auf diesen Linien zur Festnahme von 81 Bettlern geführt, gegenüber denen gesetzliche Massnahmen angewendet wurden, aber leider kommen diese Personen immer wieder auf die Straße zurück", erklärte der Verantwortliche der Lokalpolizei. Er erkl…