Direkt zum Hauptbereich

Die EU ist jetzt auch noch verantwortlich für den Untergang historischer Esskultur in Rumänien

Es soll ein Witz in Rumänien geben, der lautet: “Warum ist Bukarest im 2. Weltkrieg davor verschont worden bombardiert zu werden? Lösung: Tausende von den volkstümlichen Hackfleisch-Grills haben den Himmel so verdunkelt, dass die Flieger nichts mehr gesehen haben.” Es geht um das kulinarische Kulturgut Rumäniens “mititei” oder auch “mici” (ausgesprochen: Mitsch) genannt. Die böse EU, die nicht in der Lage ist die große Finanz- und Wirtschaftskrise zu lösen, hat sich stattdessen dem Kleinkrieg gegen das rumänische Hackfleischröllchen gewidmet. Die EU hat sich vermutlich nicht ausdrücklich gegen den Mici erklärt, sondern nur dagegen, dass das Mischprodukt aus Rind-, Schwein- und Hammelfleisch – und nicht zu verschweigen mit haufenweise Knoblauch - viel zu viel Natriumhydrogencarbonat enthält und somit gesundheitsschädlich ist.

Da sich schon Generationen an Rumänen an diesem Produkt vergnügt haben und entweder daran gestorben sind oder nur leicht gesundheitsgeschädigt ihr Durchschnittslebensalter erreichten, gab es natürlich einen Sturm gegen diese Richtlinie, die einer alten Tradition einen Garaus machen würde. Sogar die Regierung hat sich für die geliebten “Mititei” in die Bresche geschlagen. Die deutschen und englischen Medien haben zwar viel Sachverstand bezüglich Ölkännchen an den Tag gelegt, aber Mici oder Mititei sind unbekannte Wesen, so dass aus dieser Richtung keine Unterstützung zu erwarten war.

Andrei Plesu, ehemaliger rumänischer Außenminister und Schriftsteller, hat der der Volksempörung einen satirischen Artikel gewidmet. Ein paar Auszüge: “Warum sollen die Mici verboten werden? Sie sind schädlich, sie enthalten zu viel Natriumhydrogencarbonat, eine weitverbreitete Substanz, die schon unsere Großeltern geschluckt haben, wenn sie zu viel schwarz gegrilltes gegessen hatten. Aber Brüssel hat sich entschlossen uns zur Gesundheit zu verdammen! ….. Warum hat sich die EU so brüsk der Mititei erinnert? Ist ein EU-Funktionär aus Brüssel bei uns gewesen und hat nachlässigerweise ein Mici gegessen und sich vergiftet? Hat sich Basescu an die Regierung Merkel mit dem Wunsch gewandt, dass unser niedliches kleines Land und die Regierungsallianz USL ein wenig schikaniert werden soll?  Oder hat sich das Paar BasescuPonta ein schlaues Spiel ausgedacht, bei dem sie sich endlich zu einem Sieg bezüglich ihrer Zusammenarbeit gratulieren können? …..Auf jeden Fall ist jetzt wieder einmal bewiesen, dass die EU uns in die Knie zwingen will und dass sie uns unsere Geschichte abspricht.

Am 1. Mai verkündete der Ministerpräsident Ponta unter dem Schlagwort “Micii, ein nationales Problem” dem Volke: Ich habe mit der Abteilung für europäische Angelegenheit gesprochen. Sie – die Mititei / Micii - werden nicht verboten”. Ein hörbares Aufatmen ging durch das rumänische Volk, selten stand war es so geeint mit seiner Regierung.

Informationsquelle
Micii, o PROBLEMĂ NAŢIONALĂ. Mesajul lui Ponta pentru Vanghelie şi popor: "Am vorbit la Departamentul Afaceri Europene. Nu se interzic"
Foarte mici, mici, mititei – Adevaru Andrei Plesu

Beliebte Beiträge

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

In Treue fest zum Atom

Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben".

María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist auch …

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Frankreich ekelt sich vor seinen Schlachthöfen und empört sich über Tierquälerei

Massentierhaltung in Frankreich: 83% der Hühner werden in geschlossenen Ställen aufgezogen, 68% der Hennen und 99% der Kaninchen werden in Käfigen gehalten. 95% der Schweine fristen ihr kurzes Leben in geschlossenen Ställen auf Gitterrosten. Die Tiere werden nur als Handelsware gesehen, man verstümmelt sie (Kastration ohne Betäubung, Abschneiden der Schwänze oder der Schnäbel). Ihre Sterblichkeitsrate ist sehr groß, zum Beispiel sterben 20% der Schweine vor ihrer Schlachtung.

Industrielle Massentierhaltung wie in Deutschland auch. Das Tier wird nicht als Lebewesen gesehen, sondern nur als Handelsprodukt. Während in Deutschland die Konsumenten seit einiger Zeit ins Grübeln geraten sind und sich eine Bewegung gegen Massentierhaltung gebildet hat, hat man in Frankreich, das wir als Schlemmerland kennen, bisher beide Augen zugedrückt beziehungsweise die Verbraucher wollten nicht so genau wissen wie das Fleisch auf ihrem Teller gelandet ist. Zwar hat sich seit einiger Zeit ein…

Der Generalkonsul mit Nazi-Vergangenheit, dessen Sohn mit internationalem Haftbefehl gesucht wird

Hans Hoffmann, mit Spitznamen “Juanito” oder “Don Juan”, war Generalkonsul in Málaga. Kein echter Berufskonsul, sondern ehrenhalber. Nicht nur Honorarkonsul, sondern Honorargeneralkonsul, wobei er gegen schwere Bedenken des Auswärtigen Amtes darauf bestand nur “Generalkonsul” genannt zu werden. Ganz früher war er zur Nazizeit an der deutschen Botschaft in Madrid tätig. Er kannte sich bestens im Land des Diktators Franco aus und war mit einigen Größen des Francoregimes befreundet. Spanische Medien haben inzwischen herausgefunden, dass Hoffmann an der Botschaft als Gestapo-Agent tätig war. Er soll auch bei Treffen zwischen Hitler und Franco gedolmetscht haben.Er ist 1998 gestorben.

Nach dem Krieg zog er an die Costa del Sol, wo er deutschen Nazis als Fluchthelfer gedient haben soll. In den 50er Jahren machte er die Bekanntschaft von Franz-Josef Strauß, der in Deutschland eine steile Politikerkarriere hinlegte. Strauß sorgte dafür, dass Hofmann sogenannter Wahlkonsul in Algec…

Frankreich erfindet den Zahnarzt–Aldi

Die Großzügigkeit der französischen Krankenkassen bei Erstattung von Zahnarztkosten hält sich in Grenzen. In der Regel können Versicherte mit etwa 70% erstatteter Kosten rechnen, d.h. 30% muss selbst getragen werden. Die Zahnärzte sind jedoch oft mit den Tarif-Honoraren nicht zufrieden. Sie verlangen Aufschläge, die ebenfalls an den Versicherten hängen bleiben. Gerade dieser Aufschlag scheint in letzter Zeit bei den Zahnärzten in Frankreich sehr beliebt geworden zu sein. In einer Zeit, in der die Arbeitslosigkeit steigt und auch viele Franzosen mit dem wirtschaftlichen Überleben kämpfen, verursacht der Gang zum Zahnarzt wegen Zahnschmerzen den Betroffenen zusätzlich noch Bauchschmerzen wegen der finanziellen Belastung.

Frankreich hat zwar den Lebensmittel-Discounter nicht erfunden, darin sind die Deutschen wohl Weltmeister, aber in anderen Bereichen haben die Franzosen durchaus den Ehrgeiz zur durchgreifenden Rationalisierung, um die Preise zu senken. Besonders offensichtlich ist das…