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Unglaublich: In Battonya wohnen und in Arad arbeiten

Immer mehr Rumänen erwerben Häuser in ungarischen Grenzgemeinden berichtet die ADZ heute. Die Immobilienpreise sollen in ostungarischen Gemeinden und Kleinstädten um 40 bis 50 Prozent gestiegen sein, nachdem Rumänen aus den grenznahen Großstädten Arad und Großwardein/Oradea Häuser und Grundstücke dort gekauft und ihren Wohnsitz nach Ungarn verlegt haben. Dies sagte der Vorsitzende der Selbstverwaltung der Rumänen in Ungarn, Traian Cresta, der gleichzeitig Vizebürgermeister der Arad nahen Kleinstadt Battonya (rum. Bãtania) ist.

Laut Cresta sollen sich bislang 350 rumänische Staatsbürger in Battonya angesiedelt haben, größtenteils würden sie nach Arad zur Arbeit fahren. In Battonya lebt seit eh und je eine 400 Bürger starke rumänische Minderheit, daneben sind es auch noch Serben und Slowaken. Die Mehrheit bilden die Magyaren.

Billige Häuser könne man in Battonya für 20.000 Euro kaufen, besser ausgestattete Immobilien kosten bis zu 70.000 Euro. Alle verfügen sie über Strom, Wasser und Kanalisation. Dies sei in den wenigsten rumänischen Kleinstädten und Gemeinden der Fall, argumentierte Vizebürgermeister Cresta die steigende Tendenz des Immobilienerwerbs durch rumänische Staatsbürger. Auch sei der Kauf einfach und unkompliziert, bloß ein Anwalt müsse zugegen sein. Der Gang zum Notar bleibe in den meisten Fällen erspart, lediglich die Ausländerbehörde in Budapest müsse im Anschluss die Transaktion überprüfen und dem Käufer eine Aufenthaltsgenehmigung erteilen. Das geschehe in allen Fällen, sagte Cresta.

Auch in den grenznahen ungarischen Gemeinden westlich von Großwardein gebe es das gleiche Phänomen. In Ártánd, Biharkeresztes, Mezöpeterd, Told und Bedö haben sich bereits zahlreiche Rumänen niedergelassen, in den Ortschaften würden sehr viele im Kreis Bihor zugelassene Autos unterwegs sein. „Hätte es die Rumänen, die hier Häuser kaufen, nicht gegeben, so hätten wir mit der zunehmenden Entvölkerung sowie mit sinkenden Immobilienpreisen zu kämpfen gehabt“, sagt der Bürgermeister von Biharkeresztes, Ferenc Barabas.

Der Immobilienerwerb rumänischer Staatsbürger in ungarischen Grenzortschaften hat nach dem EU-Beitritt Rumäniens deutlich zugenommen.

Wieder einmal ein deutliches Zeichen wie sich Europa und insbesondere der Osten in eigentlich kurzer Zeit verändert hat. Noch Ende der 90er Jahre war die Grenze zwischen Rumänien und Ungarn so verbarrikadiert, dass jede Reise über die Grenzen zur Tortur wurde. Nadlac, der grosse Grenzübergang zwischen Rumänien und Ungarn war völlig überlastet mit riesigen PKW und LKW-Schlangen. Stundenlange Wartezeiten, penible Zollkontrollen standen einem beim Passieren bevor. Man ist damals gerne auf das etwas gemütlichere Battonya gewechselt, auch wenn es ein Umweg war. Heute wohnen die Rumänen also in Ungarn und arbeiten in Rumänien, da muss es jetzt wohl flutschen an Grenze! Das Schönste ist: Die Rumänen selbst sehen die Entwicklung mit staunenden Augen!

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