Direkt zum Hauptbereich

Aus der rumänischen Provinz: Polizei macht Jagd auf Fußgänger

Aus dem rumänischen Kreis Brăila kam heute die Mitteilung, dass die Polizei 120 Strafen an Fußgänger verhängt hat, weil sie die Straße nicht korrekt überquert haben. Wer die rumänischen Straßenverhältnisse kennt, weiß, dass der Verkehr in Rumänien alles andere als fußgängerfreundlich gestaltet ist und das Hauptproblem bei den Fahrern des motorisierten Verkehrs liegt. Ein leichtes Stirnrunzeln über die Aktion der Polizei ist also angesagt.

Bei der Nachforschung auf der Webseite "Obiectiv" (Die Stimme Brailas) stößt man auf folgende Schlagzeilen aus dem vergangenen Jahr:

  • 10-jähriges Kind von Auto angefahren, weil das Kind die Straße nicht korrekt überquert hat.
  • 80-jähriger Mann überquert die Straße nicht korrekt und wird von Auto erfasst.
  • 10-jähriger Junge überquert nicht korrekt die Schulstraße und prallt auf Auto
  • 8-jähriges Mädchen überquert nicht korrekt die Straße und wird von einem Auto erfasst.

Im Jahr 2016 berichtete "Obiectiv":
"Die Jagd" auf Fußgänger, die die Straße gegen die Verkehrsvorschriften und riskant überqueren, hat stattgefunden. In nur wenigen Tagen wurden fast 200 Personen mit schmerzhaften Bussen bestraft. Diese Woche waren die Polizisten von der Verkehrspolizei und dem Amt für öffentliche Ordnung täglich aktiv, um die Sicherheit auf den öffentlichen Straßen zu erhöhen und für einen besseren Verkehrsfluss zu sorgen, bei dem die Sicherheit der Fußgänger Vorrang hat."

Scheinbar sind die Fußgänger in Brăila im letzten Jahr nicht disziplinierter geworden. Heute schrieb die Zeitung "Adevarul":
"120 Fußgänger wurden an einem einzigen Tag mit Strafen bedacht, weil sie die Straße nicht entsprechend den Verkehrsvorschriften überquert haben. Der Wert der eingenommenen Strafgelder liegt bei einigen 10.000 Lei."

Ob Kinder und Greise auch bestraft wurden? Und was würde das für einen Sinn machen? Das Problem liegt sicher auch an der mangelnden Disziplin der Fußgänger, aber auch daran, dass der rollende Verkehr in Rumänien Vorrang hat und die Möglichkeiten der Fußgänger für ein verkehrsgerechtes Verhalten sehr eingeschränkt sind. Verkehrsgerechte Straßen auch für Fußgänger zu bauen hat aber bisher keine Priorität. In Buzău haben Schüler die Verkehrssicherheit deshalb selbst in die Hand genommen. Sie haben den Zebrastreifen in 3-D auf die Straße gemalt. Die lokale Presse berichtete, dass die Autofahrer daraufhin in Panik gerieten als sie sich diesem Zebrastreifen näherten.



120 de pietoni amendaţi într-o singură zi pentru traversări neregulamentare ale străzii. Valoarea totală a sancţiunilor depăşeşte câteva zeci de mii de lei

Citeste mai mult: adev.ro/p87kl2
Brăila

Citeste mai mult: adev.ro/p87kl2
Brăila

Citeste mai mult: adev.ro/p87kl2
Brăila

Citeste mai mult: adev.ro/p87kl2
Brăila

Citeste mai mult: adev.ro/p87kl2
Brăila

Citeste mai mult: adev.ro/p87kl2
Brăila

Citeste mai mult: adev.ro/p87kl2

Beliebte Beiträge

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

In Treue fest zum Atom

Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben".

María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist auch …

Elsässer stimmten lustlos über die Wiedervereinigung ab

Das Elsass existiert administrativ-rechtlich im französischen Staat nicht als Einheit. Elsass ist eine historische Bezeichnung für die Region zwischen Vogesen und Oberrhein. Administrativ ist die Region in zwei Departements aufgeteilt: Bas-Rhin (Niederrhein) und Haut-Rhin (Oberrhein). Die Elsässer fühlen sich aber zumindest folkloristisch einer Region Elsass zugehörig.

Dieser Zustand hätte sich jetzt ändern sollen. Die Elsässer stimmten am Sonntag darüber ab, ob die beiden Departements administrativ zu einer Region zusammengelegt werden sollen. Daraus sollte dann ein einheitlicher Regionalrat für das Elsass entstehen. Eigentlich eine wenig weltbewegende Angelegenheit, wenn nicht damit in die vor sich hin tümpelnde elsässische Identitätsfindung neuen Schwung gekommen wäre. Wie schon lange nicht mehr wird die Stellung des Elsass in Frankreichs diskutiert. Bisher überwog das Bedürfnis einer bedingungslosen Anpassung an die französische Sprache und Kultur, obwohl das Elsass historisch ge…

Die Betontürme von Barcelona: Auch Betonschrott macht anhänglich

Wer von den höheren Positionen der Collserola auf Barcelona hinunterblickt, dessen Blick bleibt bald an 3 Türmen im Nordosten von Barcelona hängen. Diese drei Türme, die an der Mündung des Flusses Besós ins Meer liegen, gehörten zu einem konventionellen thermischen Kraftwerk, das in den 70er Jahren gebaut worden war. Seit 2011 ist dieses Kraftwerk stillgelegt. Es hatte zuvor kräftig zur Luftverschmutzung in Barcelona beigetragen. Es liegt nicht auf der Gemarkung der Stadt Barcelona, sondern der Vorortgemeinde Sant Adrià.

Drei Türme aus Beton dienten als Kamine über die die Abgase des Kraftwerks abgeleitet wurden. Beim Bau waren sie 90m hoch über den bereits 90m hohen Hochöfen gebaut worden, Es stellte sich heraus, dass in dieser Höhe die Abgase das Stadtklima beeinträchtigten und so wurden sie bis auf 200m erhöht. Sie übertrafen damit die Türme der Kathedrale Sagrada Familia, das Wahrzeichen von Barcelona. Man könnte sich vorstellen, dass ein solches hässliches Bauwerk als Verschande…

Junge Ungarn flüchten aus Orbans migrantenfreiem Paradies

Victor Orban hat vor kurzem die Parlamentswahl in Ungarn gewonnen und dank eines nach seinen Vorstellungen zugeschnittenen Wahlrechts gleich auch noch mit verfassungsändernder Mehrheit. Das Orban-Regime zementiert sich in Ungarn ein. Scheinbar kann man mit einer Politik, die den Normalbürger unverfroren entmündigt, immer noch Wahlen gewinnen. Damit dürfte sich die Mehrheit der mit Angstpropaganda vor Flüchtlingen und Islam und unterschwellig mit antisemitischer Propaganda bombardierten ungarischen Wähler in ihr Schneckenhaus zurückgezogen haben, in der Hoffnung, dass dieses vom großsprecherischen Ministerpräsidenten auch tatsächlich gegen die Unbilden der Welt geschützt werden kann.

Der unterlegenen Minderheit, insbesondere der Jugend, nimmt das stickige Klima im Land die Luft zum atmen. Deshalb ist es sehr verständlich, wenn inzwischen viele das Weite suchen. Dank der Freizügigkeit in der Europäischen Union ist das zumindest in Europa heutzutage möglich. Die Web-Zeitung Huffington P…

Offizielle Faschistenverehrung in Spanien bleibt eine regierungsamtliche Selbstverständlichkeit

Aus Wikipedia (spanisch) ist zu erfahren:
Das Herzogtum von Franco (Ducado de Franco) ist ein spanischer Adelstitel für höchste Repräsentanten des spanischen Adels, der am 26. November 1975 durch König Juan Carlos I eingerichtet und an Maria del Carmen Franco Polo verliehen wurde, die damals noch den Titel "angeheiratete Marquise von Villaverde" als Aufmerksamkeit für die besonderen Umstände und Verdienste, die damit verbunden sind" trug.

Seit dem 29. Dezember 2017 ist nach dem Tod der Titelträgerin dieser Titel vakant.

Die Titelträgerin, Maria del Carmen Franco Polo, war die Tochter des 1975 verstorbenen Diktators Francisco Franco. Nach ihrem Tod Tod gibt es nun in Spanien eine Diskussion, ob der Titel weiter vererbt werden kann. Die Enkelin des Diktators, Carmen Martínez Bordiú, hat einen solchen Antrag gestellt. In der Diskussion geht es nicht nur um die formale Möglichkeit, den Titel weiter tragen zu dürfen, sondern auch darum wie Spanien mit dem faschistischen Er…