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Bukarest, Veolia und eine Wasserversorgung nach Gutdünken der Privatwirtschaft

Der französische Multi "Veolia Eau-Compagnie Générale Des Eaux" hält knapp 74% der Anteile an Apa Nova, dem Unternehmen, das für Bukarests Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zuständig ist. Seit Herbst vergangenen Jahres ist Veolia in einen umfangreichen Korruptionsskandal in Rumänien verwickelt. Sein Tochterunternehmen "Apa Nova" wird beschuldigt, in großem Umfang Lokalpolitiker bestochen zu haben, um die Genehmigung für Preiserhöhungen zu bekommen. So sollen von 2008 und 2015 mehrfach Bestechgungsgelder geflossen sein, um Tariferhöhungen durchsetzen zu können und einen Auftrag für den Bau und den Betrieb einer Wasseraufbereitungsanlage zu bekommen, der aus EU-Mitteln finanziert wurde.

Auf diese Art und Weise konnte das Unternehmen seine Einkünfte von etwa 118 Millionen Euro im Jahr 2011 auf  158 Millionen Euro im Jahr 2012 steigern, was eine Steigerung des Nettogewinns von 20,6 Millionen auf 26,5 Millionen Jahr in diesem Zeitraum bedeutete.

Trotz einer Razzia auch im Hauptsitz von Veolia in Frankreich und der Beschlagnahme von Beweismaterial zieht sich die Aufarbeitung des Skandals in Rumänien hin.

Der Blogger Costi Rogozanu schreibt bei Voxpublica dazu:
Einer meiner Hauptvorwürfe ist die die totale Passivität der Antikorruptionsbehörde DNA gegenüber der Korruption im Großraum der Hauptstadt. Der Fall Veolia könnte einen Schritt nach Vorne sein, sogar wenn man in Betracht zieht, dass es Nachforschungen am Ort des zentralen Firmensitzes gibt. Aber bei den verantwortlichen Jungspunten der DNA bewegt sich nichts, diese Nachrichten haben keinen Platz auf der öffentlichen Agenda. Das nährt einen hässlichen Verdacht unterschiedlicher Behandlungen: Wir hassen die Korruption, aber lieben das Kapital und wissen nicht wie wir aus diesem Dilemma herauskommen.

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