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Thermische Erneuerung in Frankreich, bitte möglichst billig

In Frankreich gibt es einen "Plan zur thermischen Erneuerung" (Plan de rénovation thermique), auch Klimaplan genannt. Es geht um die Isolierung von Gebäuden zur Energieeinsparung bei der Heizung. Der Sachstand sieht so aus: In Frankreich soll es 7 Millionen "auf Durchzug gestellte", schlecht isolierte Wohnungen mit einem großen Verlust an Wärme geben. Die Energieagentur ADEME teilt mit, dass in Frankreich der Gebäudesektor für 24% der Treibhausgase verantwortlich ist und für 44% Prozent des Verbrauchs an Energie. Sie zieht daraus den Schluss, dass, wenn die gesetzten Ziele der Senkung der Emissionen um ein Viertel bis 2050 erreicht werden soll, massiv in die Renovierung des Gebäudebestandes investiert werden muss.

Der französische Umweltminister Nicolas Hulot will mit dem Klimaplan im Zeitraum von 10 Jahren diese Energieverschwender durch Isolierungsmaßnahmen beseitigen. Laut dem Experten Guillaume Sainteny würde das bedeuten, dass im Jahr 700.000 Wohnungen saniert werden müssten, während es bisher nur 90.000 waren.

Das kostet natürlich, zwischen 25.000 und 70.000 Euro pro Wohneinheit schätzt die Energieagentur ADEME. Verständlich ist, dass viele Haushalte diese Kosten nicht allein stemmen können. Das ist bisher laut Experte Sainteny aber nicht der Fall. Die Folge ist, dass die Haushalte die Arbeiten möglichst billig durchführen. Im Schnitt geben sie 6.000 bis 8.000 Euro aus. Folge ist, dass auf kurze Sicht zusätzliche Maßnahmen zur Isolierung vorgenommen werden müssen. Laut Sainteny hilft aber nur eine umfassende Renovierung, die Energiekosten einer Wohnung zu senken.

Die Regierung hat bisher nur widersprüchliche Zeichen bezüglich einer Unterstützung ausgesandt. Die öffentlichen Kassen sind leer, für Subventionen ist kein Geld da. Für sehr bedenklich und kontraproduktiv wird gehalten, dass vor kurzem die Grundsteuer erheblich erhöht wurde, so dass den Hauseigentümern weniger Geld bleibe für die notwendigen Renovierungen. Santeny kritisiert die Haltung der Regierung: "Auf der einen Seite gibt es sehr gute Absichten zur thermischen Renovierung und auf der anderen Seite gibt es keine öffentlichen Subventionen, weil der Staat heutzutage kein Geld hat, auch nicht für einen steuerlichen Anreiz für die Eigentümer, um die Arbeiten zu erledigen".

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