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Gamonal, Burgos hat nichts dazu gelernt

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Über die plötzlich entstandene Bürgerbewegung in Gamonal, einem Stadtteil der nordspanischen Stadt Burgos , habe ich in meinem Bericht“ "Bürgerzorn entlädt sich in der kastilischen Provinz ” berichtet. Berichtet habe ich auch, dass ein vorbestrafter Bauunternehmer, der in der Stadt nur “el jefe” genannt wird, die Stadtverwaltung und die lokalen Politiker bestens im Griff und zudem über eine Tageszeitung ein Medienmonopol hat. Die Bürger haben damals ihre Wut über die Baupläne der Stadt und die damit verbundene Korruption in Demonstrationen und der Bildung einer Bürgerbewegung Ausdruck gegeben. Scheinbar hat die Stadt Burgos nichts dazu gelernt oder es ist die so beliebte Arroganz der spanischen “Kaste”, die die Stimme des Volkes eigentlich nie interessiert hat. Die Bürger sind nämlich jetzt wieder auf der Barrikade. Die Stadt hatte dem korrupten Bauunternehmer Méndez Pozo und seiner Immobiliengesellschaft die Durchführung der Renovierung der lokalen Stierkampf-Arena zugesproch...

Ein Riss geht durch Rumänien: Transsilvanien gegen Walachei

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Die oltenische Stadt Craiova liegt mitten im Herzland der Walachei . Letzteres ist ein historischer Begriff für die südrumänischen Regionen Oltenien und Muntenien. Auch die rumänische Hauptstadt Bukarest liegt in der Walachei. In Craiova hat sich nun die Bürgermeisterin Olguţa Vasilescu, Mitglied der Regierungspartei PSD, veranlasst gesehen, die Genossen in Transsilvanien wegen ihres schlechten Wahlergebnisses verglichen mit denen in der Walachei abzubürsten. Während die Partei des PSD-Kandidaten Ponta bei den Präsidentschaftswahlen im Süden und Osten Rumäniens sehr gut abgeschnitten, hat im Westen des Karpatengürtels, in Transsilvanien (Siebenbürgen) und dem Banat der Herausforderer Johannis die meisten Stimmen bekommen. Das bereits lange schwelende Misstrauen zwischen dem sich als zivilisierter verstehenden Westrumänien und die gleichzeitige Abneigung gegen die zentralistische Krake Bukarest hat damit Konturen bekommen. Frau Vasilescu hat auf ihre Vorwürfe gegenüber den Partei...

Die Rache der vernichteten Amazonaswälder: Südbrasilien trocknet aus

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Die Dürre im Süden Brasiliens hält weiter an. São Paulo zapft inzwischen anderen Regionen die letzten Tropfen ab. Die großen Flüsse São Francisco , Grande , Doce , Piracicaba , Mogi liefern kaum noch Wasser. Für Regen in Südbrasilien sorgen normalerweise die Urwälder des Amazonasgebietes. Diese Wälder zeigen inzwischen Zeichen eines Verlustes an Vitalität, nachdem ihnen in den letzten Jahrzehnten mit Rodungen im unglaublichem Umfang der Würgegriff angesetzt wurde. Roberto Malvezzi von der Webseite “ Correio da Cidadania ” fasst es kurz und bündig zusammen: “Ohne Amazonien, das für Regen sorgt, und ohne die Savanne, die unsere Wasserreserven füllt und sie verteilt ist es einfach zu verstehen, was zur Zeit in allen brasilianischen Quellgebieten passiert, die in diesem Moment trocken sind.” Malvezzi sieht das Problem in der brasilianischen Zivilisation. Der “Brasilianer” sei die Frucht eines historischen Verwässerungsprozesses der Ethnien, die sich in der Praxis nicht gegenseitig unt...

Hollande TOTAL verölt mit dem Kopf im Ölsand

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Der französische Präsident Hollande befindet sich zur Zeit zu einem Staatsbesuch in Kanada. Mit im Schlepptau sind 40 Chefs von französischen Unternehmen. Hollande und den Wirtschaftsleuten liegen besonders die Ölsand-Vorkommen in der Provinz Alberta und deren Ausbeutung am Herzen . Die Ölsand -Ausbeutung wird als erhebliche ökologische Belastung gesehen. Die kanadische Umweltexpertin Jennifer Grant beschreibt die Schäden: "In dem Wald gibt es über sechshundert verschiedene Pflanzen- und dreihundert Tierarten. Fauna und Flora werden komplett zerstört, wenn der Abbau beginnt. Es fängt mit dem Kahlschlag der Wälder an, die Feuchtgebiete werden trocken gelegt und danach die oberste Erdschicht abgetragen." Macht nichts, sagt sich Präsident Hollande und seine Wirtschaftsleute und so stecken wieder einmal mehr die Verantwortlichen den Kopf in den Ölsand und denken nur an kurzfristige Vorteile, die spätere Generationen dann teuer bezahlen müssen. Hollande erklärt in Kanada: “ Ic...

Rumänien vor der 2. Runde der Präsidentschaftswahl: Wird sich was ändern?

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Die erste Runde der rumänischen Präsidentschaftswahlen ist vorbei, die Spreu hat sich vom Weizen getrennt und in der 2. Runde werden sich der derzeitige Ministerpräsident Victor Ponta und der Bürgermeister von Hermannstadt/Sibiu, Klaus Johannis , gegenüber stehen. Die ersten Wahlanalysen besagen, dass Ponta bei den Alten, Menschen mit einfacher Bildung und aus dem ländlichen Raum gewonnen hat. Johannis hat seine Stimmen vor allem bei der jugendlichen Stadtbevölkerung und den gut ausgebildeten Menschen gewonnen. Räumlich hat Johannis die Mehrheit der Stimmen in Siebenbürgen geholt, während Ponta vor allem im Süden (Walachei, Dobrudscha) und im Osten (Moldau) die Mehrheit der Stimmen bekommen hat. Ponta hat allerdings 40% der Stimmen gewonnen, während Johannis nur 30% erhalten hat. Johannis, von manchen rumänischen Kommentatoren auch “unser Deutscher” genannt, hat also noch viel aufzuholen, sollte er rumänischer Präsident werden wollen. Die Journalistin Iulia Marin von der Zeitung “...

Namibia, weites Land mit blutigem Straßenzoll

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Die Namibia Sun berichtete vor kurzem: “Blutiges Wochenende auf Namibias Straßen. Mehr als 100 Menschen waren auf Namibias vergangenem Wochenende in Verkehrsunfälle verwickelt und drei wurden dabei getötet.” Der namibische Verkehrsunfallfonds (MVA) teilte mit, dass es laut Statistiken in diesem Jahr auf Namibias Straßen bereits mehr als 600 Verkehrstote sowie mehr als 5000 Verletzte gegeben hat.  Da am Wochenende elf Fußgänger von Fahrzeugen erfasst wurden, bittet MVA diese um Geduld. Sie sollen sich vergewissern, dass sie sichtbar sind, wenn sie eine Straße überqueren. Die MVA, Abkürzung für “Motor Vehicle Accident Fund of Namibia”, ist so etwas wie die Verkehrserziehungsorganisation in Namibia. Ihre Aufgabe ist, gegen Unfälle im Straßenverkehr Maßnahmen zu treffen und diejenigen, die bei Unfällen verletzt wurden und die Angehörigen von im Straßenverkehr umgekommenen zu unterstützen. Namibia ist ein dünn besiedeltes Land und da sind allein 600 Verkehrstote in diesem Jahr ein...

Warum gibt es diesen Mundartwahn in der Schweiz?

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«Die Deutschschweizer sprechen selber nicht gerne Hochdeutsch, weil das nicht ihre Herzenssprache ist». Das sagt der Ständerat Didier Berberat. Berberat ist auch Präsident der “Vereinigung zur Verteidigung der französischen Sprache (Association Défense du français)”. Er gehört zu den französischsprachigen Schweizern der Romandie , die von den Deutschschweizern auch “ Welsche ” genannt werden. In einem Land, in dem die beiden Hauptsprachen Deutsch und Französisch sind, ist es eigentlich wichtig, dass die Bevölkerung die jeweils andere Sprache lernt. Dies möglichst früh im Kindesalter. “Mittlerweile wird in allen welschen Kantonen Frühdeutsch schon ab der dritten Klasse unterrichtet, und sie haben sich auf einen gemeinsamen Lehrplan geeinigt. Die Deutschschweiz hinkt dieser Entwicklung stets ein wenig hinterher”, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Während in der Deutschschweiz in letzter Zeit immer mehr Versuche registriert werden, den Französisch-Unterricht zu Gunsten des Englischen...