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Das Dorf bleibt in Rio de Janeiro!

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In Rio de Janeiro gibt es eine "Aldeia Maracanã", das Maracanã-Dorf. Es liegt auf dem Geländes des ehemaligen Indio-Museums, wo es als Indio-Dorf aufgebaut worden war. Die Regierung des Bundesstaates will es nun abreißen. In Rio de Janeiro wird im Hinblick auf die bevorstehenden großen Sportereignisse Fußball-Weltmeisterschaft und Olympiade besonders viel abgerissen oft ohne Rücksichtnahme auf die Interessen der Bevölkerung. Auch gegen den geplanten Abriss des "Aldeia Maracanã" regt sich Widerstand. Im April dieses Jahre wurden die Indigenen, die das Gebäude besetzt hielten mit Polizeigewalt vertrieben und in den Stadtteil Jacarépagua umgesiedelt. Die Indigenen wollen aber nicht aufgeben, denn für sie handelt es sich beim Dorf um ein Gut des kulturellen Erbes. Gestern kam es unter dem Thema "Wiederaufforstung des Aldeia Maracanã" zu neuen Demonstrationen. Die Aktivistinnen und Aktivisten des "Aldeia Maracanã" beschreiben den Grund für ihre A...

Ein männlicher Kuss und seine Folgen

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Der Fußballer Emerson Sheik , Stürmer des Clubs Corinthians von São Paulo, sorgte vor kurzem für Aufregung in Brasilien. Nach einem gewonnen Spiel seines Clubs über Curitiba begab er sich in das Restaurant seines Freundes Isaac Azar. Dort kam er auf eine Idee, die sein Freund Isaac wie folgt beschrieb: "Gestern war Emerson mit seiner Verlobten bei mir. Ich und einige Freunde waren da und wir haben vereinbart: Wir werden einmal provozieren. Wir wollen doch mal sehen wie groß die Vorurteile noch sind". Gesagt getan, die beiden setzten sich gegenüber und küssten sich intensiv auf die Lippen. Per Handy wurde das aufgenommen und über Instagram in der brasilianischen Internet-Welt verbreitet. Es war also eine Provokation, um die Vorurteile in der Gesellschaft gegen Homosexuelle zu testen. Der Versuch war gelungen, denn vor allem die Fußball-Fans reagierten in einer aggressiven Weise mit homophoben Vorurteilen gegen den küssenden Fußballer. Im Grunde hat sich im brasilianische...

Sommertheater um einen toten König

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Der selbsternannte König der Roma in Rumänien, Florin Cioabă, ist tot. Gestorben ist er während seines Urlaubs in der Türkei, in Antalya, an einem Herzinfarkt. Seit Tod füllt scheinbar wieder einmal ein Sommerloch in Rumänien. Der Journalist Florin Olteanu beobachtet mit Schaudern das Theater, das Medien und Politiker mit dem Toten veranstalten. Er schreibt: "Ich möchte vorab feststellen, dass ich vollen Respekt vor diesem Herrn (Florin Cioabă) habe und ich möchte der betroffenen Familie und seinen Freunden mein Beileid ausdrücken, aber ich kann das jetzt losgetretene Theater in Politik und Medien nicht mehr ertragen. Der Präsident, der Ministerpräsident, die Fachminister, alle haben die derzeitigen Probleme vergessen und haben sich in den letzten Tagen bei Hilfsangeboten an den Schwerkranken überboten. Horden von Helfern haben Ratschläge gegeben wie etwa, dass  Sinan Pascha (türkischer Feldherr aus dem Mittelalter) Blut spenden solle. Und all das im Fernsehen. Der eine rief ...

Maria Dolores, die Vertuschungskünstlerin in Nöten

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Maria Dolores de Gospedal ist Generalsekretärin der spanischen Regierungspartei Partido Popular (PP). Sie ist 48 Jahre alt und bekleidet daneben auch das Amt der Präsidentin der autonomen Region Castilla-La Mancha. Sie ist die erste Frau, die zur Generalsekretärin der PP gewählt wurde. Sie hat Rechtswissenschaft studiert und war auch als Staatsanwältin tätig. Als Präsidentin von Castilla-La Mancha hat Sie sich den Ruf einer eisernen Austeritätspolitikerin erworben. Ihre Sparmaßnahmen gingen größtenteils zu Lasten der Geringverdiener, für sich selbst verhielt sie sich eher generös. So kam Sie ins Gerede, weil sie zeitweise durch Ämterkumulation zu einem Monatsgehalt von 200.000 Euro kam. Unbeliebt bei denen, die unter ihrer Politik zu leiden haben, gewann sie in den Augen der Reichen und Mächtigen an Bedeutung, bei denen Sie inzwischen als eine Frau mit dem Potenzial zu Führungsaufgaben in Spanien gilt. Als Generalsekretärin der PP ist Sie naturgemäß dafür zuständig, die Tatsac...

Sururu auf Kinderschweiss gebetttet

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Im Nordosten in Brasilien ist Sururu ein beliebtes Gericht in den Restaurants und Bars von Recife , der Hauptstadt Pernambucos. Bei der Sururu handelt es sich um eine Muschelart, die vergleichbar der Auster schmeckt und die vor allem in Südamerika vorkommt. Normalerweise werden die Sururu mit Kokosmilch zubereitet und oft zusammen mit Mandioka-Mehl und Limetten gegessen. Von der Soße glauben die Pernambucanos, dass diese belebende Wirkung auf das Sexualleben hätte. Dort wo die Altstadt von Recife über das Mündungsgebiet der 4 Flüsse Capibaribe, Tejipió, Jordão und Pina in die südlichen Stadtgebiet der Stadtteile Pina und Boa Viagem übergeht gibt es im Mündungsgebiet seichtes Meerwasser mit Schlamm, in denen die Sururu gut gedeiht. Der Fang der Sururu ist Tätigkeitsfeld der Anwohner des Mündungsgebietes. Seit Jahrzehnten üben die Anwohner schon im Kindesalter diese Tätigkeit aus. Da eine Person alleine den Familienunterhalt nicht sicherstellen kann, wurden die Kinder zur Mitarbeit ...

Sommertheater auf einer rumänischen Autobahnbaustelle

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Irgendetwas läuft im Land nicht richtig? Der Staatspräsident hat es zufällig erfahren und krempelt die Ärmel hoch? Er fährt zum Tatort und regelt zumindest verbal das Problem? So Staatspräsident Traian Basescu , der sich auch gern als Volkstribun bezeichnen lässt, als er hört, dass der Autobahnausbau Richtung Rumäniens Westen ruht. Natürlich weiß er das schon seit Jahren, denn der stockende Ausbau der Autobahn ist ein Dauerbrenner in der rumänischen Politik, aber es gibt ja nicht schöneres als eine Strafpredigt Richtung Regierung, vor allem wenn man mit dieser über Kreuz liegt. Zudem ist es die preiswerteste Art das Macher-Image gegenüber der Bevölkerung zu stabilisieren, auch wenn die Autobahn deswegen keinen Meter weiter gebaut wird. Es geht um die Autobahn, die von Sibiu / Hermannstadt an den Grenzort Nadlac führen soll. Sie ist Teil des paneuropäischen Verkehrskorridors IV (Dresden-Istanbul). Sie erreicht von Ungarn aus am Grenzort Nadlac Rumänien und führt an der Stadt Arad ...

Sommertheater um Gibraltar, weil es passt

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300 Jahre ist es her, dass im Vertrag von Utrecht Spanien seinen südlichsten Zipfel, Gibraltar , in Spanien el Peñón genannt, an das Vereinte Königreich abtreten musste. Seither ist es ein ewiger Zankapfel zwischen den beiden Ländern. Das britische Empire, dem die Zugehörigkeit Gibraltars zu Großbritannien zu verdanken ist,  ist inzwischen im Orkus der Geschichte verschwunden. Was bleibt sind kleine Inseln und lästige Reste des britischen Imperialismus wie eben Gibraltar. Eigentlich kein Problem sollte man sich sagen. Spanien und das Vereinigte Königreich sind im selben Verteidigungsbündnis (NATO) und in der politischen Gemeinschaft der Europäischen Union miteinander verbunden. London hat schon größere Kröten wie zum Beispiel die Aufgabe Hongkongs geschluckt, warum also nicht bezüglich des kleinen Zipfels, der spezialisiert ist auf Zigarettenschmuggel und Beherbergung von hinterzogenen Steuergeldern, eine Schlussstrich zu ziehen und die Felsen Spanien zurück zu geben. Natürlic...