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Beweisaufnahme auf brasilianisch oder wie man missliebige Politiker aus dem Verkehr zieht

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Der ehemalige brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva , Spitzname Lula, wurde unter windigen Umständen durch die brasilianische Justiz daran gehindert für die nächsten Präsidentschaftswahlen zu kandidieren. "Am 12. Juli 2017 wurde Lula da Silva durch den Richter Sérgio Moro zu neun Jahren und sechs Monaten Haft wegen Korruption verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, umgerechnet insgesamt fast 1,1 Millionen US-$ in Form von Bauarbeiten in seinem Appartement von der Firma Odebrecht im Gegenzug für vermittelte Geschäftskontrakte erhalten zu haben", schreibt Wikipedia . Unter großem Getöse und Beifall der Mehrheitspresse gelang es dem Richter Sergio Moro, Lula ins Gefängnis zu bringen. Dabei ging das Gericht recht locker bei der Feststellung der Bestechungssumme um und unterstellte Lula, der das immer abstritt, dieses ominöse Apartment geschenkt bekommen zu haben. Die Medien halfen dabei, die Wohnung als den Gipfel von Luxus hinzustellen, weil der tat...

Warum US-Amerikaner nur auf dem Papier reich sind

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Blogger Umair Haque beschreibt in einem eindringlichen Blogbeitrag aus den USA die Einkommenssituation durchschnittlicher Amerikaner. Er geht davon aus, dass laut Statistik der durchschnittliche Amerikaner keine 500 US$ in einem Notfall zusammenkratzen kann. Ein Drittel der Amerikaner kann sich keine Lebensmittel, Unterkunft und Gesundheitversorgung leisten. Das jährliche mediane Einkommen in den USA beträgt 60.000 US$, davon muss in der Regel allein für die Gesundheitsversorgung durchschnittlich 28.000 US$ ausgegeben werden. Davon ausgehend geht Umair Haque davon aus, dass die USA das erste "reiche und  trotzdem arme" Land ist. Er erläutert diese Folgerung so: Ich meine nicht die absolute Armut. Die Amerikaner leben nicht von ein paar Dollar am Tag  im Vergleich zu Menschen zum Beispiel in Somalia oder Bangladesh. Das mediane Einkommen der Amerikaner ist immer noch das eines reichen Landes, ungefähr 50.000 US$, je nachdem wie man es berechnet. Ich meine auch nic...

Klimawandel, dringender Aufruf zum Tätigwerden an der Küste von São Paulo

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Dieser Tage haben die Verantwortlichen für den Umweltschutz im brasilianischen Bundesstaat São Paulo in einem Aufruf auf den dringenden Handlungsbedarf im Hinblick auf den Klimawandel hingewiesen. So wie bei uns wird auch in Brasilien der Klimawandel als eine Art Hobby von spezialisierten Wissenschaftlern betrachtet, die Politik verschließt weitgehend ihre Augen. Die Zeitung Folha de São Paulo berichtet über den Aufruf der paulistaner Umweltschützer: In einem Aufruf, der von Verantwortlichen für die Umwelt an der Küste von São Paulo unterzeichnet wurde, verlangen diese sofortiges Handeln zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Städte an der Küste. Sie malen ein "dunkles Szenario" über das Ansteigen des Meeresspiegels, der Tendenz zu einer starken Brandung und gravierender Erosion der Küstengebiete. In dem Aufruf wird auch die Schaffung eines permanenten Forums verlangt, auf dem die Städte das Thema diskutieren und die Arbeit der noch schwach entwickelten Umwel...

Rumänische Ex-Ministerin Udrea fleht um Asyl in Costa Rica

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Elena Udrea , Ex-Ministerin unter dem ehemaligen Staatspräsidenten Basescu, wurde 2017 wegen Bestechung zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie gingen gegen dieses Urteil in Berufung, vor kurzem bestätigte aber das Berufungsgericht die Haftstrafe. Im Februar 2018 setzte sich Udrea in weiser Voraussicht nach Costa Rica ab. Die rumänische Polizei will sie jetzt mit einem europäischen Haftbefehl suchen und verhaften lassen. Die costaricanischen Behörden haben bestätigt, dass Udrea im Februar einen Antrag auf Anerkennung als Flüchtling gestellt hat. Nach bisherigem Sachstand ist das Anerkennungsverfahren in Costa Rica immer noch anhängig . Costa Rica und Madagaskar sind die Sehnsuchtsorte rumänischer Flüchtlinge dieser Kategorie, denn mit diesen Ländern hat Rumänien kein Auslieferungsabkommen. Nach Madagaskar hat sich der ehemalige Oberbürgermeister von Konstanza geflüchtet. Für viele Rumänen sieht das nach einem Luxusurlaub in exotischen Ländern aus. Udrea lamentiert all...

Spanien: Ist das derzeitige System wirklich alternativlos?

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Spanien steht zur Zeit vor der Entscheidung eines endgültigen Bruchs mit seiner jüngeren faschistischen Vergangenheit oder Rückkehr in das Korsett der gelenkten Demokratie wie sie sich die Nachfolger des Diktators in der Übergangszeit von der Diktatur in die "reformierte" Demokratie vorgestellt haben. Der Schriftsteller und Regisseur Suso de Toro hat eine ausführliche Analyse des spanischen Dilemmas geschrieben, die er so zusammenfasst: Das derzeitige System der Regierungsmacht (in Spanien) ist dernassen morsch, dass sie auch die Gesellschaft korrumpiert, die das akzeptiert und toleriert. Die Staatskrise ist eine Tatsache,  aber die staatlichen politischen Organisationen bieten keine Alternative an Hier der übersetzte Text seines auf der Webseite eldiario.es erschienen Beitrags : Im Großen wie im Kleinen zeigt sich dieselbe Realität. Das Kleine betrifft uns persönlich, die Person, die festgenommen wird, weil sie ihre Freiheit nutzt und die Demokratie, die And...

Wer möchte unter diesen Umständen schon in Pará leben?

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Pará ist ein brasilianischer Bundesstaat an der Amazonas-Mündung. Seine Hauptstadt ist Belém do Pará. Belém hat einen bekannten Markplatz, der sich "Ver-o-peso" nennt, was auf Deutsch "Schau aufs Gewicht" bedeutet und auf erhebliche Unregelmäßigkeiten beim Marktgeschehen schließen lässt. "Ver-o-fato" nennt sich ein Blog, der über den Alltag in Belém und Pará berichtet. Den Blog-Namen könnte man mit "Schau auf die Tatsachen" übersetzen. Vor kurzem berichtete der Blog unter dem Titel "Reiche und Überfallene" über die Lebenssituation in Pará: Es ist nicht leicht in Pará zu leben. Es gibt Diebe, die Diebe berauben, Räuber, die Räuber überfallen und Menschen mit Angst bis es nicht mehr geht. Die Armen zahlen Maut, um auf den Straßen gehen zu können. Sogar die Polizisten, die zuvor Leute gejagt haben werden jetzt gejagt und sterben. Nicht einmal der Reiche entkommt den Banditen, die an allen Ecken zu finden sind. Man brauch...

Offizielle Faschistenverehrung in Spanien bleibt eine regierungsamtliche Selbstverständlichkeit

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Aus Wikipedia (spanisch) ist zu erfahren : Das Herzogtum von Franco (Ducado de Franco) ist ein spanischer Adelstitel für höchste Repräsentanten des spanischen Adels, der am 26. November 1975 durch König Juan Carlos I eingerichtet und an Maria del Carmen Franco Polo verliehen wurde, die damals noch den Titel "angeheiratete Marquise von Villaverde" als Aufmerksamkeit für die besonderen Umstände und Verdienste, die damit verbunden sind" trug. Seit dem 29. Dezember 2017 ist nach dem Tod der Titelträgerin dieser Titel vakant. Die Titelträgerin, Maria del Carmen Franco Polo, war die Tochter des 1975 verstorbenen Diktators Francisco Franco . Nach ihrem Tod Tod gibt es nun in Spanien eine Diskussion, ob der Titel weiter vererbt werden kann. Die Enkelin des Diktators, Carmen Martínez Bordiú, hat einen solchen Antrag gestellt. In der Diskussion geht es nicht nur um die formale Möglichkeit, den Titel weiter tragen zu dürfen, sondern auch darum wie Spanien mit dem faschisti...