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Indigene haben von der Bolsonaro-Regierung keinen Schutz bei der Covid-19 Pandemie zu erwarten

Durch Beschluss des Richters am Obersten Bundesgericht (STF), Luis Roberto Barroso, wurde eine ad-hoc Kammer beim STF eingerichtet, die sich mit dem Kampf gegen die Covid-19 Pandemie bei den indigenen Völkern beschäftigen soll. Die erste Sitzung hat am Freitag stattgefunden und war nach Ansicht der indigenen Vereinigungen ein kompletter Reinfall. Die kurzfristig installierte Kammer ist eine Art Krisenkabinett, um die Probleme rund um die Pandemie für die indigenen Völker, zu denen es erst vor kurzem Kontakte gab oder die noch in Isolierung leben zu behandeln. Die indigenen Gemeinschaften sind daran beteiligt, die Bundesregierung, die Oberste Staatsanwaltschaft und der Ombudsman im brasilianischen Parlament. Die Vertreter der indigenen Verbände berichteten, dass sie in der Sitzung von Vertretern der Bolsonaro-Regierung beschimpft worden seien, so auch vom zuständigen Staatssekretär für "Gesundsheitsfragen der Indigenen". "Es war ein total nutzloses Trefffen. Es ging eigen...

Juan Carlos, der König der sich schamlos bereicherte

Inzwischen pfeifen in Spanien es die Spatzen von den Dächern, dass der von Diktator Franco wieder eingesetzte König von Spanien, Juan Carlos I , sich in seiner Amtszeit schamlos bereichert hat. Dank einer Verfassung, die seinem Staatsoberhaupt Straflosigkeit zusichert, wird er sich dafür nicht verantworten müssen. Ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich in Spanien an die Gesetze halten. Der Journalist Gerardo Tercé s chreibt zum Zustand der spanischen Monarchie : "Paradoxerweise hat niemand - ausgenommen der linke Flügel der PSOE - eine derartige harte Haltung gegenüber den Aktivitäten des Ex-Königs eingenommen wie sie vom derzeitigen König, seinem Sohn Felipe an den Tag gelegt wird. So wie sie sich zu Hause nahe sind, so gehen sie sich anderswo aus dem Wege. Dieser familiärer Bruch, der nicht gespielt ist, wird bereits als nicht widerlegbarer Beweis benutzt, dass die spanische Monarchie sich regeneriert. Einmal mehr. Es gibt dutzende Ereignisse, in denen sich die spanische ...

Eine Landschullehrerin berichtet über Unterricht in Rumänien in Covid-19-Zeiten

Seit 3 Monaten sind auch die rumänischen Schulen wegen der Covid-19-Pandemie geschlossen. Auch in den rumänischen Schulen wurde auf Online-Unterricht umgestellt, was trotz intensiver Bemühungen des Lehrpersonal aber auf voraussehbare Schwierigkeiten stößt, da die Schulen auf diese Methode des Unterrichts nicht vorbereitet waren. Während es im städtischen Bereich schon genügend Probleme damit gibt, ist die Situation auf dem Land noch wesentlich komplizierter. Die Lehrerin Cristina Vânău schildert auf der Webseite von "Romania Curata" wie der Unterricht dort aussieht: "Ich komme aus einer Familie, die auf dem Land lebt und ich bin zum Erkenntnis gekommen, dass die Lehrer Opfer eines Systems sind, das seine Entscheidungen über Nacht ändert. Seit die Online-Schule eingeführt worden ist, ist der Tag der Lehrerschaft schwieriger geworden als man glaubt, aber auf dem Land ist es noch schwieriger als im städtischen Bereich. Mein Tagesablauf auf meiner Landschule sieht so aus: D...

Die Machenschaften des Herrn Sergio Moro, des angeblichen Kämpfers gegen die Korruption

Über Sergio Moro , den Untersuchungsrichter, der den Ex-Staatspräsidenten Lula da Silva in einem windige Prozess kurz vor den brasilianischen Präsidentschaftswahlen zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt hatte, habe ich mehrfach berichtet. Von oberflächlichen Beobachtern und bestimmten brasilianischen Medien wurde er als ein unparteiischer und kompromissloser Kämpfer gegen die Korruption gefeiert. Dieser Ruf erhielt eine erste Delle als Moro als Justizminister in die Regierung Bolsonaro eintrat. Hier zeichnete sich schon ab, warum Moro es so eilig hatte - im Verein mit einschlägigen Kreisen in Brasilien - Lula noch rechtzeitig ins Gefängnis zu setzen. Die Sache analysiert tiefergehender Gaspard Estrada, Experte in lateinamerikanischer Politik der New York Times in einem Beitrag , den ich hiermit übersetzt wiedergebe: Brasilien erlebt zur Zeit viele Krisen zur gleichen Zeit. Es verwandelt sich momentan in eines der weltweiten Epizentren der Pandemie und gleichzeitig vertieft sich t...

Das Sündenregister der Guardia Civil

Die paramilitärische kasernierte Polizei "Guardia Civil" (GC) wurde von der Franco-Diktatur als Unterdrückungsinstrument genutzt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das "Vaterland" (patria), wobei "Vaterland" im reaktionär-faschistischen Sinne des ehemaligen Francostaates und der heute noch Spanien dominierenden höheren Gesellschaftskreise sowie die Tatsache eines absoluten Zentralismus, bei dem alle Macht von Madrid aus geht, verstanden wird. Falls man das in Gefahr sieht, wird notfalls geputscht oder mit Putsch gedroht. Beim Tejero-Putsch 1981 - Tejero war Oberst der GC - war diese faschistische Argumentation noch einmal ganz nach oben gespült worden. Der Putsch misslang, weil der König, der als von Franco inthronisiertes Staatsoberhaupt in den reaktionären Kreisen hohes Ansehen genoss,  weitsichtig genug war,  um zu erkennen, dass ein faschistischer Putsch Spanien in Europa um Jahrzehnte ins Abseits stellen würde. Das Grundproblem aber blieb. Im Laufe der...

Coronavirus in den brasilianischen Favelas und die Medien

Die Pandemie rund um den Virus Covid-19 hat inzwischen auch voll Brasilien getroffen, dessen Staatspräsident die Gefahr weiterhin verniedlicht und Maßnahmen der Gesundheitsbehörden konterkariert. Allen ist bewusst, dass es die Armen besonders treffen wird. Der Blick geht also in die Armenviertel, die Favelas, wo die Menschen dicht gedrängt und zum großen Teil ohne eine sanitäre Infrastruktur leben müssen. Die Berichterstattung der Medien greift diese Gefahr auf, sie berichtet aber, so der Blog "Racismo Ambiental ", mit den üblichen Klischees. Der Blog zählt 7 der Irrtümer in der Berichterstattung auf: Der Rückfall in die Mottenkiste: Der Sensationalismus. Viele Medien konzentrieren sich auf die Berichterstattung über den Drogenhandel und die Folgen, die die Pandemie für diesen hat. Dass Leute darum kämpfen am Leben zu bleiben, kommt in der Berichterstattung kaum vor. Dass die Menschen in den Favelas sich angesichts des Versagens des Staates zusammentun, um sich selbst zu helf...

Wie in Sevilla das Coronavirus der Verluderung des Essgewohnheiten entgegenwirkt

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In Andalusien ist es in vielen Restaurants üblich, das bestellte Essen auf einer Platte für alle in die Mitte des Tischs zu stellen. Das gilt vor allem für den ersten Gang, in der Regel Salat mit Beilagen. Die Gäste bewaffnen sich dazu mit ihrere Gabel und stochern gemeinsam auf der Platte herum. Dieser Trend soll sich in letzter Zeit so verstärkt haben, dass man das Personal schon eindringlich bitten musste, um einen Einzelteller zu bekommen. Das Coronavirus und die damit eingehenden Hygienevorschriften setzen dem nun ein Ende. Für den Journalisten Carlos Navarro Antolin ist es höchste Zeit, dass diese Gewohnheiten verschwinden. Er schreibt im Diario de Sevilla unter dem Titel "Die Rückkehr zum Einzelteller": Die Wiedereröffnung die Bars bringt die Verpflichtung mit sich, keine Gerichte mehr untereinander zu teilen. Die Bars machen jetzt Schluss mit der gemeinsamen großen Platte. Sicher, sie sind ein Symbol der Brüderlichkeit und erfüllen das volkstümliche Sprichwort...