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Bald eine Milliarde Euro Umsatz bei Glücksspielen in Rumänien

Die “Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien” berichtet unter dem Titel “Rumänien nicht extra spielsüchtig”:
Eine Studie, die GFZ für die Vereinigung Romslot und die Veranstalter von Wetten durchgeführt hat, ergibt, dass in Rumänien 1,33 Millionen Bürger wöchentlich spielen, davon sind rund 100.000 von Glücksspielen abhängig. Die Veranstalter sind der Ansicht, dass unser Land damit an der untersten Grenze des europäischen Durchschnitts liege. Man leugne aber nicht, dass es das Problem der Spielsucht gebe. Der Markt der Glücksspiele werde bald einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro erreichen, nachdem die Seiten mit Sportwetten und Online-Casinos legalisiert wurden.

Wenn man natürlich den Bock zum Gärtner macht - Romslot ist die Vereinigung der rumänischen Glücksspielautomaten-Industrie – muss natürlich ein Schönreden der Gefahren das Resultat sein. Trotzdem wird die Studie von rumänischen Medien für voll genommen.
Casinos sind im rumänischen Alltag und hier insbesondere in der Hauptstadt Bukarest nicht zu übersehen. Es gibt in Rumänien ein “Nationales Büro für Glücksspiele” (Oficiul Național pentru Jocuri de Noroc). Ihm obliegt die Überwachung der Glücksspielindustrie. Auf der Webseite des Büros kann man einsehen, welche Casinos eine Lizenz bekommen haben. 176 Casinos haben danach eine Lizenz. Es gibt auch eine “schwarze Liste”, die wesentlich umfangreicher ist. Bei ihr gibt es 879 Einträge. Die Zahl der schwarzen Schafe übersteigt also diejenige derer, die sich an die gesetzlichen Vorschriften halten, um ein vielfaches.

Die Webseite “Bestpoker Romania” berichtet, dass sich die Zahl der Menschen, die das Glücksspiel praktizieren durch die stark gestiegene Anzahl von Casinos und Wettbüros in letzter Zeit vervielfacht habe. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass das Finanzministerium wesentlich mehr Lizenzen erteilt habe. Die Orthodoxe Kirche Rumänien erklärt, dass die Abhängigkeit von Glücksspielen sich zu einer wahrhaften nationalen Epidemie ausgeweitet hätten. Bereits 2015 berichtete die Webseite “Jurnalistii,ro”, dass in den letzten Jahren die Zahl der Glücksspielsäle in Rumänien alarmierend gestiegen sei, man finde diese inzwischen an fast jeder Ecke eines Wohnblocks. Hier wird berichtet, dass etwa 150.000 Rumänen und Rumäninnen spielsüchtig sind. Die Seite beklagt dann, dass der Staat gegen diese Spielsucht nichts unternehme und fährt fort: “
Eine mögliche Erklärung ist, dass diese Industrie, die Illusionen verkauft, einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft erbringt. Eine kürzliche Studie zeigt, dass auf dem Markt der Glücksspiele etwa 650 Millionen Euro eingenommen werden, aber der Beitrag zum Staatshaushalt liegt bei 300 Millionen Euro. Hinzu kommen noch etwa 40.000 Arbeitsplätze in diesem Wirtschaftsbereich.


Informationsquelle
Studiu: Aproape 100.000 de români, dependenți de jocuri de noroc
Ce șanse de vindecare are un dependent de jocurile de noroc

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Wer gerne wissen möchte, wie zur Zeit die Situation auf einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Siebenbürgen und dem südlichen Rumänien aussieht, dem sei der nachstehende Artikel in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien empfohlen:

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